Jecken auf Welt-Tournee:

Bienenschwarm auf der Faschingsparty

120 große und kleine Narren versetzten die Gala-Gäste des Prenzlauer Carneval Club in jubelnde Begeisterung. Rund 400 närrische Freunde checkten bei einer imaginären Flugreise ein.

Angelina (5) und Pia (7) zeigen ein Extra-Solo für die Kamera.
Monika Strehlow Angelina (5) und Pia (7) zeigen ein Extra-Solo für die Kamera.

Eine Superparty und rauschendes Fest zugleich erlebte die Prenzlauer Uckerseehalle. Obwohl die Kreisstadt noch nie an einem Freitag, dem 13., den Schlachtruf "Primislavia Hellau" gehört hat, ließen sich die Fans des Prenzlauer Carnevalclub von der Gala der 36. Session jubelnd mitreißen.  Präsident Silvio Grensing startete mutig als Pilot mit seiner Crew zur Welttournee über Moskau, Rio, Delhi, Mallorca und sogar die Antarktis. Dabei mischten sich an Bord unter die vielen Knastbrüder und Krankenschwestern, Scheichs und Diven, Mönche und Nonnen auch Insekten. Aus Gramzow und Umgebung kam gleich ein ganzer Bienenstock angeschwärmt. "Wir sind befreundet und haben uns auf diese Kostüme geeinigt", verriet eine der Willi-Figuren schmunzelnd.

Begeistert klatschend, singend und tanzend folgten die Narren im Saal dem Gala-Programm der Jecken auf und vor der Bühne. Bei den Zini-Minis bebte die Halle vor Jubel. Es war der wohl schönste Lohn für die aufgeregten Jüngsten in der Tanzgarde des PCC. Seit einem halben Jahr hatte Katharina Behnke mit ihnen emsig den Piratentanz einstudiert. Auch die nur wenig älteren Minis unter der Regie von Ramona Grensing steigerten sich von Auftritt zu Auftritt, egal ob im Gardekostüm oder als Eskimos.

Zu den Ursprüngen zurück

An die 120 kleine und große Karnevalisten, darunter auch aus Gastvereinen, wirkten auf und vor die Bühne mit. Selbst für die Prenzlauer Familie Bildau, die seit einigen Jahren ihren eigenen Faschingsklub "Lapoli jup jup" hat, war es ein mitreißendes Schauspiel. Kathleen und Pascal Bildau hatten schon als Schüler im PCC mit getanzt, waren später eines der Prinzenpaare. Und obwohl sie jetzt mit ihren Sprösslingen Nils und Ida in Elmshorn bei Hamburg leben, kommen sie zum Fasching nach Hause.

Umzug noch vor dem Rosenmontag

Selbst wenn mit dem närrischen Umzug am Sonntagnachmittag durch Prenzlau die 36. Session ausklang, sollte sich niemand sicher vor den Jecken fühlen. Denn erstens stehen Silvio Grensing und seinen rund 70 Mitstreitern im Verein noch einige Termine bevor. So erwarten jetzt die Schweizer Partner des "Humoria Uster" ihre Fastnachtkollegen der deutschen Tiefebene. Und zweitens ist nach dem Fasching immer auch vor dem Karneval. Silvio Grensing feiert sein 15. Jahr als Präsident und hat ganz sicher noch viele Ideen für die 37. Session.

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