Die letzten Erinnerungen:

Bilder vom verstorbenen Sohn verloren

Marianne und Kurt Hoyer sind verzweifelt. Ihr Wolfgang hatte sich nach einem Unfall zurück ins Leben gekämpft. Alle schönen Momente haben sie fotografiert. Zu Ostern verstarb ihr Sohn, die Eltern verloren die Kamera. Nun bitten sie um Hilfe: Wer hat sie gefunden?

Marianne und Kurt Hoyer trauern um ihren Ältesten.
Claudia Marsal Marianne und Kurt Hoyer trauern um ihren Ältesten.

November 2013: Beim Überqueren der Schwedter Straße in Prenzlau wird Wolfgang von einem Auto angefahren. Ein Dreivierteljahr kämpften die Ärzte um die Gesundheit des 55-Jährigen. Er konnte aus der Klinik entlassen werden, querschnittsgelähmt. Eine rollstuhlgerechte Wohnung wurde organisiert, ein Intensivpflegedienst half Wolfgang, so eigenständig wie möglich zu leben. Vater Kurt fotografierte all diese aufbauenden Momente.

Doch Wolfgangs Zustand verschlechterte sich wieder und er verstarb. Das letzte Foto, das Kurt Hoyer machte, ist das des fertigen Grabsteines zu Ostern 2015. Auf dem Rückweg von der Beerdigung ging die Kamera verloren. Die Hoyers suchten den Weg ab, vergeblich.

Nun bitten sie um Hilfe: Hat jemand ihre Kamera gefunden? Das Gerät ist ihnen egal, es geht um die Speicherkarte und die Fotos ihres geliebten Wolfgangs. Wer anonym bleiben möchte, könnte die Speicherkarte einfach in den Briefkasten des Uckermark Kurier werfen (Stettiner Straße 5b, 17291 Prenzlau). Oder er meldet sich bei der Redaktion unter 03984 8647-12