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Blauer Radler ignoriert Blaulicht

Seelenruhig radelte ein 44-Jähriger auf der Straße. Dass die Polizei im Streifenwagen hinter ihm fuhr, änderte nichts an den Schlangenlinien, die er fuhr.

Nicht einmal das Blaulicht brachte den Radfahrer aus seinem Trott.
Patrick Seeger Nicht einmal das Blaulicht brachte den Radfahrer aus seinem Trott.

Nicht schlecht haben Prenzlauer Polizisten gestaunt, als sie in der Triftstraße einen Fahrradfahrer entdeckt haben. Der Mann radelte in Schlangenlinien in Richtung Stadtmitte und ließ den Beamten dabei nicht den Hauch einer Chance, an ihm vorbeizufahren. Auch als die Ordnungshüter das Blaulicht einschalteten, ließ sich der Mann nicht aus der Ruhe bringen und radelte in aller Seelenruhe weiter. Erst in Höhe der Solarfabrik war es mit der Gemütlichkeit vorbei und er sah sich den Polizisten gegenüber.

Die Beamten bekamen schnell mit, was es mit seinem Fahrverhalten auf sich hatte. Schließlich konnte sich der Mann kaum auf den Beinen halten und verströmte einen vielsagenden Geruch, hieß es am Freitag von der Polizei. Die Beamten ließen den 44-Jährigen pusten. Tatsächlich brachte der Atemalkoholtest den Wert von 2,52 Promille an den Tag. Damit hatte sich der Mann eine Mitnahme zum nächstgelegenen Krankenhaus eingehandelt. Dort wurde am Donnerstag eine Blutprobe entnommen, welche als Beweismittel im Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr dient.