Wie es nach der LAGA weitergeht:

Bleibt Uckerpromenade für Autos gesperrt?

Politik und Bürger diskutieren über die Zeit nach der Landesgartenschau. Um das Geschaffene vor Vandalen zu schützen gibt es Vorschläge, wie den  Seepark wieder öffentlich zugänglich zu machen, aber eingezäunt zu lassen. Fest steht bisher nur: Das LAGA-Niveau kann nicht gehalten werden.

Soll der Seepark nach der LAGA eingezäunt bleiben? Eine durchaus machbare Lösung, die viele Unterstützer findet.
Oliver Spitza Soll der Seepark nach der LAGA eingezäunt bleiben? Eine durchaus machbare Lösung, die viele Unterstützer findet.

In 29 Tagen endet die Landesgartenschau. Die angepeilte Besucherzahl wurde zwar schon lange überboten, ob die „Grüne Wonne“ am Ende aber tatsächlich schwarze Zahlen schreibt – darüber schweigen sich die Verantwortlichen noch aus und lassen sich nicht in die Karten, sprich Geschäftsbücher, gucken.

Derweil diskutieren Lokalpolitik und Einwohner schon über die Zeit nach der LAGA. Dass das Niveau der Schau im Stadt- und Seepark nicht zu halten sein wird, ist allen Beteiligten klar. Und angesichts des Haushaltsdefizits der Stadt auch gar nicht machbar. Wie aber könnte man die positive Stimmung in die Zeit nach der LAGA dennoch hinüber retten und das Geschaffene vor Vandalen schützen?

Olaf Beckert hat vorgeschlagen, auch künftig die Uckerpromenade vom Bereich Einmündung Fischerstraße bis zum Parkplatz Seebad dauerhaft für den Fahrzeugverkehr (bis auf die Anlieger) zu sperren. Stadion und Kap wären über den Seeweg zu erreichen. „Damit wird dem hochwertigen Ausbau der Achse Lewetzow-Weg auch nach der Landesgartenschau Rechnung getragen“, begründete der Architekt seinen Vorschlag. Die Freifläche sei insgesamt für Fußgänger und Radfahrer nutzbar. „Die zweispurige Straße zerschneidet ohne funktionelle Notwendigkeit die hochwertige Parkanlage und verhindert eine entschleunigte Nutzung“, so Beckert.

„So faszinierend dieser Vorschlag auf den ersten Blick auch erscheint, gibt es doch einige entscheidende Gründe dagegen“, erwiderte Bürgermeister Hendrik Sommer am Donnerstag auf der Stadtverordnetenversammlung. Der Ausbau der Uckerpromenade sei mit Fördermitteln erfolgt, die eine Zweckbindung nach sich ziehen. „In diesem Fall ist der Zweck einer öffentlichen Straßenfläche als Durchgangsstraße für 25 Jahre zu gewährleisten.“ Die Uckerpromenade sei genau wie Bergstraße, Seeweg und Friedhofstraße Teil eines verkehrsberuhigten Bereiches mit Tempo 30. Eine Sperrung der Uckerpromenade würde zu Lasten der Anwohner der anderen Straßen erfolgen. Der Lärmpegel in der gepflasterten Bergstraße würde steigen, für den schmalen Seeweg wäre ein Parkverbot notwendig, auch die Straße vor dem Gymnasium wäre vom verstärkten Verkehrsaufkommen betroffen.

Bleibt der Seepark eingezäunt?

„Grundsätzlich sollen die Uckerpromenade und der Rathausvorplatz wieder für den Verkehr geöffnet werden“, sagte Hendrik Sommer. In den nächsten Ausschussfolgen der Stadtverordnetenversammlung werden aber Vorschläge zum weiteren Umgang mit dem LAGA-Gelände und dessen zukünftiger Nutzung diskutiert und beschlossen. Ein Vorschlag ist zum Beispiel, den Seepark zwar öffentlich zu machen, aber eingezäunt zu belassen. Die Freilichtbühne müsste für zukünftige Veranstaltungen ohnehin eingezäunt werden. Warum also nicht großflächig den Seepark mit einbeziehen und nachts abschließen? Denn vielen Anwohnern sind die Zustände noch sehr gut in Erinnerung, wenn zum Beispiel nach einer Seebadparty nachts Vandalen durch die Stadt zogen, Papierkörbe umwarfen, Flaschen zerschlugen, Laternen beschädigten. Deshalb gibt es auch schon den Vorschlag, den Spielplatz am Uckersee einzuzäunen und nachts abzuschließen.

Aber was wird zum Beispiel aus dem Weinberg, wer wird diesen pflegen? Was aus den Mustergärten? Was aus den Rosengärten im Stadt- und Seepark? Nur ehrenamtliches Engagement wird wohl dafür nicht reichen.

Was denken Sie? Haben Sie Vorschläge, wie es nach der Landesgartenschau in Prenzlau weitergehen könnte und wie das Gelände weiterhin genutzt werden kann? Schreiben Sie uns einen Kommentar.

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