Unwetter:

Blitz schlägt in Schornstein ein

Sturm und Gewitter erschüttern die Uckermark. In Passow kracht ein Baum sogar in den Giebel eines Hauses.

Das ist alles, was nach dem Blitzeinschlag von dem Schornstein übrig blieb.
Leonie Mielke Das ist alles, was nach dem Blitzeinschlag von dem Schornstein übrig blieb.

Klaus- Dietrich Wegener ist vor Schreck fast aus dem Bett gefallen. "Um kurz vor sechs Uhr morgens hat der Blitz in den Schornstein eingeschlagen", erzählt der 72-Jährige. Der Schornstein des Hauses in der Brüssower Straße in Prenzlau kann jetzt nur noch als Trümmerhaufen bezeichnet werden. Mauersteine und Dachziegel prasselten über das Dach auf den Fußgängerweg sowie das angrenzende Garagendach.

Anderswo in der Uckermark sieht es nicht besser aus. Besonders schlimm von den Unwettern wurde Passow getroffen: In der Lindenallee stürzte ein Baum auf ein geparktes Auto. Rund eine Stunde später musste ein Hausbewohner miterleben, wie ein Baum in den Giebel seines Hauses krachte. Verletzt wurde jedoch niemand. Und in Schwedt wurde sogar ein Bahnübergang überschwemmt.

Oliver Köhler, Sprecher des Landkreis Barnim, erzählt, dass die Kameraden der Feuerwehr seit Dienstag dreißig Mal wegen der Unwetter ausrücken mussten. "In 80 Prozent der Fälle mussten die Feuerwehrleute umgestürzte Bäume von den Straßen räumen", erläutert Oliver Köhler. In den restlichen Fällen wurden die Feuerwehrleute wegen voll gelaufener Keller gerufen und wegen großer Äste, bei denen die Gefahr bestand, dass sie abbrechen. "Im Vergleich zu anderen Regionen ist der Landkreis Uckermark aber noch glimpflich davongekommen", bewertet Oliver Köhler die Situation.