Auch wenn das Schild etwas anderes zeigt:

Bolzen ist auf diesem Feld ausdrücklich erwünscht

Fußballverbot auf dem Fußballplatzplatz? Das ergibt wenig Sinn, so steht es aber auf dem Schild. Gekickt werden darf dennoch. Bürgermeister Hendrik Sommer erklärt, warum.

Das Fußballverbot auf dem Schild können Sie getrost ignorieren.
Das Fußballverbot auf dem Schild können Sie getrost ignorieren.

Für Kinder unter 14 Jahren und Fußballspielen verboten. Diese Hinweise gibt ein grünes Schild auf dem Kinderspielplatz an der Schleuse. Direkt hinter dem Schild stehen aber zwei Fußballtore. Was denn nun, dürfen die Kinder auf dem Spielplatz am Unteruckersee nicht spielen und toben? Sie dürfen, bestätigt Bürgermeister Hendrik Sommer. „Mir waren die Schilder schon immer ein Dorn im Auge“, sagt er.

Die Spielplatzschilder ließ die Stadt vor zehn Jahren aufstellen, was an einem Gerichtsurteil lag, das für ganz Deutschland galt. Damals wurde gegen Kinderlärm geklagt und deshalb haben Städte und Gemeinde bundesweit Spielplätze mit Hinweisschildern ausgestattet. Die Schilder schreiben das Alter der Spielplatzbenutzer und die Öffnungszeiten vor. Und sie verbieten Radfahren, Fußballspielen und Freigang für Hunde. „Kinderlärm ist kein Klagegrund mehr. Die Rechtsprechung wurde geändert“, sagt Hendrik Sommer. Die Spielplatzschilder sind überholt. Deshalb wird sie die Stadt im Frühjahr entfernen und durch neue Schilder ersetzen. Die neuen Schilder sollen lediglich die Kontaktdaten des Bauamtes der Stadt enthalten. Das Bauamt kümmert sich um den Zustand der öffentlichen Spielplätze.

Auf das kuriose Hinweisschild am Spielplatz an der Schleuse hat Gustav-Adolf Haffer auf der Stadtverordnetenversammlung hingewiesen. Hendrik Sommer versprach, die Situation umgehend zu prüfen. „Das sind wir unseren Kindern schuldig“, sagt der Bürgermeister.

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