Ausnahmesituation nach Großbrand:

Boryszew-Chef will um alle Jobs kämpfen

Nach dem Großbrand befindet sich der Prenzlauer Autoteilezuliefer in einer Ausnahmesituation. Obwohl alle Lagerbestände und sämtliche Hallen nahezu vernichtet worden sind, sollen in Prenzlau noch nicht alle Messen gesungen sein.

Lutz Suhrbier
Claudia Marsal Lutz Suhrbier

Der 13. April 2015 wird als schwarzer Montag in die Annalen der Firma Boryszew eingehen. Das Großfeuer am Morgen hat innerhalb weniger Stunden alle Pläne zunichte gemacht. Die Werkhallen sind fast gänzlich zerstört worden. Alle Lagerbestände sind verbrannt. Die Produktion ist komplett zum Erliegen gekommen. Erste Schätzungen gehen von Schäden in Millionenhöhe aus.

Geschäftsführer: Die Auftragsbücher waren voll

Ein Fiasko sondergleichen, das Geschäftsführer Lutz Suhrbier um Fassung ringen lässt. Stunden zuvor bot sich bei der Boryszew Oberflächentechnik GmbH noch ein gänzlich anderes Bild. Die Auftragsbücher waren voll. Großabnehmer wie der Volkswagen-Konzern hatten  neu geordert. Die Mitarbeiter kamen im Mehrschichtsystem kaum mit dem Produzieren nach. Die Genehmigungen für eine neue Produktionshalle waren bereits in Tüten und Papier. Jetzt sollten weitere Mitarbeiter aquiriert werden. Mindestens 65 Stellen, zusätzlich zu den bisherigen 292 Angestellten. Wie es nun weitergeht? Lutz Suhrbier weiß es an diesem Montag nicht.

Oberstes Ziel: Niederlassung wieder aufbauen

Die Gesellschafter aus dem Nachbarland Polen sitzen zu diesem Zeitpunkt schon im Auto gen Prenzlau, ebenso Vertreter der Autoindustrie. Ersten Sichtungen zufolge haben zwar etliche Maschinen das Feuerinferno überlebt, ebenso diverse Werkzeuge. "Wir müssen nun schauen, ob und wann wir dieses Inventar herausholen und eventuell an andere Standorte der Boryszew-Gruppe verbringen können", so Suhrbier. Sein oberstes Ziel sei es, die Prenzlauer Niederlassung wiederaufzubauen und den hiesigen, zum Teil schon langjährigen Mitarbeitern ihre Jobs zu erhalten.

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