Einigung gescheitert:

Busfahrer streiken ab Montag

Trotz neuen Arbeitgeberangebots sollen die Busse ab Montag in den Betriebshöfen bleiben. Die Aktion könnte auf 14 Tage ausgedehnt werden. Leidtragende sind vor allem Fahrschüler: Diese Woche starten die Abiturprüfungen.

Ab Montag soll gestreikt werden. Ob vom Busbahnhof in Prenzlau überhaupt Busse abfahren, ist derzeit ungewiss.
Monika Strehlow Ab Montag soll gestreikt werden. Ob vom Busbahnhof in Prenzlau überhaupt Busse abfahren, ist derzeit ungewiss.

Nachdem am Sonnabend gegen 10 Uhr der letzte Versuch gescheitert war, eine Einigung zwischen Bildungsminister Günter Baaske, dem Kommunalen Arbeitgeberverband und den kommunalen Verkehrsgesellschaften herbeizuführen, blieb ver.di-Verhandlungsführer Marco Pavlik dabei: Ab Montag beginnt der Streik. Nach seinen Worten beteiligen sich darin alle uckermärkischen Betriebshöfe in Prenzlau, Angermünde, Schwedt und Templin. Wenn die Gegenseite nicht einlenke, könnte dieser Streik auf zwei Wochen ausgedehnt werden.

Für Lars Boehme ein Unding. Der Geschäftsführer der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft (UVG) ist schockiert, wie wenig Rücksicht auf Fahrgäste im ländlichen Raum genommen wird. "Wir bedienen 76 Linien. Zurzeit ist nicht absehbar, welche überhaupt fahren." Selbst wenn die Subunternehmen, die etwa 15 Prozent der Linien kreisweit abdecken, alle unterwegs sind, müssten die meisten Fahrgäste nach Alternativen suchen. Nach den Streikwellen im Februar und März sind die Fronten verhärtet, der Ton wird schärfer. Selbst die dringende Bitte von Baaske, angesichts der am Dienstag startenden Abiturarbeiten Rücksicht zu nehmen, lief ins Leere.

Mit den vorhandenen Kräften gelang es Boehme inzwischen, die Stadtverkehre in Prenzlau, Schwedt und Templin einigermaßen aufrecht zu erhalten. In Angermünde ist das nicht der Fall. Über die genauen Fahrpläne informiert das Unternehmen seit Sonntagmittag im Internet.

Wie viele der 242 Mitarbeiter der UVG sich am Streik beteiligen, ist zurzeit völlig offen. Im Februar und März hatten die Werkstätten und die Verwaltung weitergearbeitet.

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