Im Praxistest:

Dachziegel fangen Sonnenenergie ein

Die Idee, Sonnenstrom über Dachziegel zu produzieren, gibt es schon lange.  Jetzt haben Tüftler einen Weg gefunden.

Solche Handarbeit gehört in der „autarq“-Firma bald der Vergangenheit an. Doch noch montiert Michael Malolepsy per Hand Anschlusskontakte an den Dachziegeln.
Monika Strehlow Solche Handarbeit gehört in der „autarq“-Firma bald der Vergangenheit an. Doch noch montiert Michael Malolepsy per Hand Anschlusskontakte an den Dachziegeln.

Der Uckermärker Martin Mack konnte ein Blisterguss genanntes Verfahren entwickeln, mit dem extrem flache Solarmodule in Dachsteinen integriert werden. In Martin Flossmann und Cornelius Paul fand er zwei Kenner der Branche. Sie gründeten die Firma „autarq“ und beauftragten ihn mit einer Machbarkeitsstudie. Sie wollten wissen, ob auch kleine Serien für Dächer von bis zu 40 Quadratmetern kostengünstig herzustellen sind. Das würde für ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden im Jahr ausreichen.

Mit den Universitäten in Darmstadt und Stuttgart tüftelte er so lange, bis ein extrem glattwandiger Beton so weit war, in Ziegelformen gegossen werden zu können. Im selben Produktionsgang werden die Solarmodule integriert und die Dachsteine erhalten jeden gewünschten Farbton. Statt der Montage einer Photovoltaikanlage wird lediglich eine Anzahl der alten Dachziegel durch Solardachsteine ersetzt, die sich äußerlich nicht von deren Nachbarn unterscheiden.

Neugierige sind am Freitag, dem 9. September von 17 bis 22 Uhr bei „autarq“ zur Langen Nacht der Energien in der Prenzlauer Armaturenstraße 4 (bei vonRoll) willkommen.

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