Debatte um die "Große Woge" in Prenzlau:

Darf ein Kunstwerk als Klettergerüst dienen?

Das Geld ist beisammen: Prenzlau kann die „Große Woge“ von Volkmar Haase kaufen. Doch nun regt sich Protest gegen einen Zaun rund um das Kunstwerk. Kinder sollen so davon abgehalten werden, auf die Skulptur zu klettern.

Die "Große Woge" des Künstlers Volkmar Haase am Nordufer des Unteruckersees in Prenzlau.
Monika Strehlow Die "Große Woge" des Künstlers Volkmar Haase am Nordufer des Unteruckersees in Prenzlau.

An der von Bildhauer Volkmar Haase geschaffenen Skulptur "Große Woge" scheiden sich weiterhin die Geister. Zwar hat die Stadt Prenzlau dank zahlreicher Spender jetzt die 50000 Euro beisammen, um das am Nordufer des Unteruckersees stehende Kunstwerk kaufen zu können.

Doch Ingrid Haase, Frau des 2012 verstorbenen Künstlers, bittet nun darum, die Skulptur mit einer rabattenähnlichen Bepflanzung oder einem geeigneten Zaun zu umgeben. Der Grund: Wenn Kinder dort herumklettern, sieht sie das mit Unbehagen. „Die Woge ist kein Klettergerüst", findet Ingrid Haase.

Das gefällt vielen Lesern des Uckermark Kurier nicht, und lassen das in Briefen an die Redaktion deutlich wissen.

Wie würden Sie, liebe Leser, in diesem Fall entscheiden? Lassen Sie es uns via E-Mail red-prenzlau@uckermarkkurier.de wissen, wir sind gespannt.

 

 

Lesen Sie hier alles über den neuen Streit um die "Große Woge"

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Kommentare (3)

Ein "Klettergerüst" für 50000 Euro ist ein Luxus-Klettergerüst. Leider ist das Luxus-Klettergerüst gar nicht als Klettergerüst sondern als Kunstwerk konzipiert und gekauft worden. Die Prenzlauer könnten mit 50000 Euro viele Spielgeräte kaufen oder ausbessern. Man kann richtig neidisch werden, dass Prenzlau solch Luxusdebatte hat.

als Kunstwerk erkennt. Da gab es bestimmt viele Städte die um diese Skulptur geboten haben. Herzlichen Glückwunsch Prenzlau, ihr habt das tolle Teil erworben.

Kunst ist bekanntlich immer streitbar. Unstrittig scheint indes, dass vielen Prenzlauern die Woge ans Herz gewachsen ist, seit diese zunächst als Leihgabe zur Landesgartenschau ihren Platz am Ufer des Uckersees gefunden hat. Das zeigt sich auch in dem großen Zuspruch bei der Spendenaktion, um dieses Kunstwerk am Platz behalten zu können. Andere Städte "beneiden" Prenzlau nicht nur darum, sondern auch um den originell gestalteten Spielplatz auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände, der den Kreisstädtern und ihren Gästen ebenfalls dauerhaft zur Verfügung steht. Übrigens nur wenige Minuten von der Woge entfernt.