Mutter durchlebt tausend Ängste:

Das ist der kleine Unglücksrabe

Vor einigen Tagen musste in Prenzlau ein Kind aus einem Fußballtor geschnitten werden - es steckte fest. Jetzt meldete sich die Mutter des Mädchens. Sie sagt: An Lia ging ein Junge verloren.

Die Mama mit dem Bild der tapferen Tochter.
Claudia Marsal Die Mama mit dem Bild der tapferen Tochter.

Die blauen Flecken sind langsam am Verblassen. Doch vergessen wird die kleine Lia Berlind den dramatischen Vorfall wohl noch lange nicht. Die Feuerwehr hatte das siebenjährige Mädchen vor einigen Tagen nämlich mit einem Bolzenschneider aus einem Metallgitter herausgeschneiden müssen, der Uckermark Kurier berichtete.

So eine Erfahrung prägt sich gewiss tief in eine Kinderseele ein. Dabei hatte der Tag unspektakulär begonnen, erinnert sich die Mutter des Unglücksraben zurück. Eine Freundin habe ihre Tochter zum Spielen abgeholt. Sie wollten zum Fußballfeld am Heizhaus hinterm Georg-Dreke-Ring gehen. "Dort tobt sie öfter mit ihrem Bruder Leon Jürgen (6) herum", sagt Christin Schwindt (27). Nie habe es Probleme gegeben. Sie habe deshalb auch gar keine Sorge gehabt, dass etwas passieren könnte.

Doch dann kam der Schockanruf. Lia Berlind war aufs Tor geklettert und mit dem Bein zwischen den Stäben steckengeblieben, wurde der entsetzten Mutter am Handy mitgeteilt. "Ich bin sofort an den Unglücksort geeilt, aber auch ich bekam mein Kind dort nicht heraus." Letztlich blieb ihnen nichts anderes übrig, als die Feuerwehr zu rufen, welche mit schwerem Gerät anrückte und das Kind aus der misslichen Lage herausholte. Nach einer ambulanten Behandlung im Krankenhaus durfte das Mädchen dann auch wieder mit nach Hause.

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