Paten dringend gesucht:

Das langsame Sterben der Gräber

Auf dem Prenzlauer Friedhof verfallen alte, interessante Ruhestätten aus dem 19. Jahrhundert, weil sie keiner mehr pflegt. Jetzt glaubt die Stadt, einen Ausweg gefunden zu haben.

Prenzlau sucht Paten für vergessene Grabstellen.
Thomas Walther Prenzlau sucht Paten für vergessene Grabstellen.

„Heute wählen die Hinterbliebenen eher Ruhestätten, die kleiner, beschiedener sind“, weiß Andreas Kortstock von der Friedhofsverwaltung Prenzlau zu berichten. Gräber sollen heute leicht zu pflegen sein. Dennoch bleiben oft Besucher an den opulenten Gräbern stehen und bewundern diese. Viele der Gräber  machen inzwischen einen verfallenen Eindruck. Die Ruhestätten werden nicht mehr gepflegt, weil keine Anverwandten mehr da sind, die sich um die Pflege kümmern oder die Nachkommen inzwischen verzogen sind.

Das Recht, selbst einmal dort zu liegen

Doch die Stadt erachtet diese Gräber als erhaltenswert. Insofern wirbt die Stadtverwaltung jetzt um Menschen, die sich dieser Grabstätten annehmen. „Wir suchen sogenannte Grab-Paten“, beschreibt Dr. Andreas Heinrich, 2. Beigeordneter der Stadt die Idee. Diese sollen die Gräber pflegen, damit sie weiter erhalten bleiben.

Auf dem Prenzlauer Friedhof gibt es inzwischen 19 solcher Stellen, bei denn die Nutzungsrechte abgelaufen sind.  Diese stehen jetzt für Pflegschaften zur Verfügung. Der Pate geht gegenüber der Stadt eine Verpflichtung ein. „Der Pate muss sich dann sowohl um die Grabfläche als auch um das Denkmal auf eigene Kosten kümmern“, so Andreas Heinrich. Dafür erwerbe der Pate auch das Recht, sich oder Anverwandte einmal dort bestatten zu lassen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung