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Das missglückte Torten-Experiment

Der Sonnabend ist in vielen Familien der traditionelle Backtag. Selbst ganz junge Frauen wagen sich schon an schwierige Rezepte ran. Doch nicht jeder tut sich so leicht damit. Zum Glück gibt es geniale Ideen, nur ob die auch funktionieren...?

Das waren die Ausgangszutaten für die Nutellatorte - die talentfreie Bäckerin Claudia Marsal.
Carsten Korfmacher Das waren die Ausgangszutaten für die Nutellatorte - die talentfreie Bäckerin Claudia Marsal.

Es gibt begnadete Hobbybäckerinnen. Und dann gibt es noch solche wie mich, die selbst an Fertigmischungen scheitern. Die Gründe dafür sind vielfältig:  Die Handlungsanweisung nicht richtig befolgt, die Mengen unkorrekt bemessen, die Backzeit über-/unterschritten...

Wie froh war ich daher, als ich dieser Tage im Internet das Rezept für einen Kuchen fand, der nach Aussagen der Erfinder gar nicht schief gehen kann. Vollmundig kündigte ich meinen Kollegen an, ihnen tags darauf einen Frischkäsekuchen mitzubringen. Mit diesem Rezept sollte ich, so stand es jedenfalls geschrieben, gerade mal 20  Minuten brauchen. Das Prozedere las sich denkbar einfach: „Zuerst mixt man die Butter mit einem Esslöffel Nutella und lässt die Mischung anschließend in der Mikrowelle schmelzen. Dann zerstampft man in einer Schüssel gründlich die Kekse, gießt die Mischung dazu und mixt alles gründlich. Im Anschluss stellt man die Schüssel in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit mischt man den Philadelphia mit dem Rest des Nutella-Glases und stellt diese Schüssel ebenfalls in den Kühlschrank. Dann nimmt man nach zehn Minuten die Mischungen heraus. Die Keksmasse gibt man in eine Springform und drückt mit dem  Boden eines Glases die Mischung zu einer geraden Fläche aus. An den Seiten lässt man einen Rand stehen, den man nach außen drückt, damit er schön fest ist. Dann nimmt man die Nutellamasse und verteilt sie über dem Kuchenboden. Weil die Masse kühl ist, ist sie schön hart und muss nicht noch mal im Ofen gebacken werden. Das ist der Kuchen, der nicht eine Sekunde in den Ofen muss. Himmlisch!“

Aus Torte eins, zwei, drei - mach leckeren Brei

Das leuchtete mir ein. Also schritt ich zur Tat, angefeuert von Leuten, die ich über das soziale Netzwerk Facebook auf dem Laufenden hielt. Die Kommentare ließen nicht auf sich warten. Manche boten sogar spontan Hilfe. Doch ich wollte es selbst durchziehen und scheiterte wie erwartet kläglich. Obwohl ich mich strikt ans „Drehbuch“ gehalten habe, konnte ich nicht mehr als einen Schoko-Quark-Krümel-Brei kredenzen.

Jetzt meine Aufgabe für Sie: Machen die Probe aufs Exempel. Und – ganz wichtig – lassen Sie mich an Ihrem Erfolg oder Misserfolg teilhaben. Ich bin gespannt.