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Defekter Fahrstuhl sorgt für Ärger

Bereits zum zwanzigsten Mal in diesem Jahr ist einer der Fahrstühle auf dem Prenzlauer Bahnhof derzeit mal wieder außer Betrieb. Vor allem Menschen mit Gehschwierigkeiten und Leute mit Kinderwagen sind ohne den Aufzug aufgeschmissen.

Der Fahrstuhl am Bahnhof ist mal wieder defekt.
Sebastian Klaus Der Fahrstuhl am Bahnhof ist mal wieder defekt.

Es entwickelt sich langsam zur unendlichen Geschichte: Wer mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen unterwegs ist, steht am Prenzlauer Bahnhof seit einiger Zeit vor einem schier unüberwindbaren Hindernis. Und das nicht zum ersten Mal.

Einer der beiden Fahrstühle an den Bahnsteigen ist derzeit „Außer Betrieb“. Lediglich ein Zettel der Bahn mit dem Hinweis, dass dieser Zustand voraussichtlich noch bis zum 16. September anhalten werde, ist an einer der Fahrstuhltüren befestigt.

Als Alternative steht nur eine lange Treppe zur Verfügung, die selbst für Menschen mit Fahrrad nicht ganz leicht zu bewältigen ist. Fahrgäste, die auf den Fahrstuhl angewiesen sind, müssen weiterhin einen Umweg in Kauf nehmen oder auf andere Verkehrsmittel ausweichen.

Rund 20 Störungen gab es alleine in diesem Jahr. Auf die Anfrage des Uckermark Kurier zum aktuellen Störungsfall, antworte die Deutsche Bahn kurz und knapp: „Der Aufzug Gleis 1 weist temporäre Ausfälle auf, diesem Missstand stimmen wir zu. Aus diesem Anlass wurde die Herstellerfirma von unserem Dienstleister beauftragt eine Inspektion an der Anlage vorzunehmen. Das Ergebnis zeigte, dass der Frequenzumformer defekt ist. Dieser wurde bereits bestellt, aufgrund der Lieferzeiten kann nach heutigem Stand eine Inbetriebnahme voraussichtlich Ende der Woche erfolgen.“

Die Stadt Prenzlau teilte auf Anfrage der Redaktion mit, dass keine Beschwerden vorlägen und die Zuständigkeit bei der Unterhaltung bei der DB S&S liege. "Bei Störungen und Ausfällen der Aufzüge läuft bei der Notrufzentrale der DB ein Notsignal auf, da die Aufzüge fernüberwacht werden."