Komatrinken:

Der erste Rausch mit zehn Jahren

Laut der aktuellen Statistik landeten weniger Kinder und Jugendliche in der Uckermark innerhalb eines Jahres mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Aber Grund zur Entwarnung gibt es deshalb noch lange nicht.

Komatrinken bei Kindern und Jugendlichen bleibt in der Uckermark ein Problem. Darüber können rückläufige Zahlen nicht hinwegtäuschen.
Jens Büttner Komatrinken bei Kindern und Jugendlichen bleibt in der Uckermark ein Problem. Darüber können rückläufige Zahlen nicht hinwegtäuschen.

Trinken bis der Arzt kommt – das ist leider immer noch traurige Realität, auch in der Uckermark, und vor allem bei ganz jungen Menschen. Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt nach Ansicht von Experten weiter ein Problem, obgleich die Zahl der Betroffenen im Bundestrend langsam zurückgeht. In der Uckermark landeten im Jahr 2013 weniger jugendliche Komasäufer in einer Klinik. Das ist die eigentlich sehr gute Nachricht, denn nach aktuellen Informationen der Krankenkasse DAK, die diese Daten alljährlich erhebt, mussten nur noch 18 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Dennoch das sind immer noch 18 zu viel.

Besonderen Anlass zur Sorge gibt der Alkoholmissbrauch mittlerweile bei den jüngeren Mädchen und Jungen. Man mag es kaum glauben, aber in der Altersgruppe der Zehn bis 15-Jährigen mussten im Landkreis bereits fünf Kinder in einer Klinik behandelt werden. Das sogenannte Komasaufen findet also auch vor unserer Haustür und nicht nur in den „Ghettos“ der Großstädte statt.

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