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Der Raps droht zu verfaulen

Nicht zum ersten Mal stehen uckermärkische Felder im Winter unter Wasser. Doch der Boden muss schnell auftauen, sagen die Landwirte und hoffen schon auf den nächsten Frost.

Neue Seen: Der Frost im Boden staut das Wasser vor allem in den Senken.
Monika Strehlow Neue Seen: Der Frost im Boden staut das Wasser vor allem in den Senken.

Die Winterkapriolen machen den Landwirten in der Uckermark zu schaffen. "Den Pflanzen bekommt es ganz schlecht, wenn sie tagelang unter Wasser stehen", fasst Gernot Verch das Problem zusammen. Besonders auf den Rapsflächen und dem Grünland könnte es zu faulen beginnen, befürchtet der Leiter der Dedelower Forschungsstation des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg. "Denn die Pflanzen brauchen den Gasaustausch. Und unter Wasser bekommen auch sie keine Luft."

Der Anfang Januar bis zu 40 Zentimeter in den Boden eingedrungene Frost staut das Wasser vor allem in den Senken. Obwohl nach der Beobachtung des Experten seit dem Jahreswechsel zu wenig Niederschläge fielen, sorgte der plötzliche ergiebige Schneefall und das anschließende Tauwetter dafür, dass die Felder teilweise überflutet wurden.

Dagegen können die Landwirte wenig machen. Sie hoffen, dass es schnell abtrocknet und im Idealfall der nächste Frost bis Mitte Februar kommt. Dann können sie die Winterruhe beenden und mit der ersten Grunddüngung beginnen.