Schwein gehabt:

Die tierische Geschichte von Kaiser Franz

Den Streit von zwei Schafböcken nutzt ein Mini-Eber zu einem Ausflug auf Prenzlauer Straßen. Das ruft die Polizei auf den Plan.

Cheftierpfleger Frank Kreinert ist heilfroh, den kleinen Burschen wieder unterm Rüssel kraulen zu können.
Monika Strehlow Cheftierpfleger Frank Kreinert ist heilfroh, den kleinen Burschen wieder unterm Rüssel kraulen zu können.

Für ein paar Stunden war Kaiser Franz frei. So heißt das Minischwein im Haustierpark des Naturerlebnisses Prenzlau, das zu den Lieblingen im Streichelgehege gehört. Die knuffige Kreuzung eines Wild- und eines Göttinger Schweins beschäftigtedie Polizei. Angeblich sollte ein Wildschwein im Wohngebiet am Scharfrichtersee herumlaufen.

Zum Glück war es nur der menschenliebende Kaiser Franz, den die Polizisten am Stadtrand aufspürten.  Kurz darauf traf am Sonntagabend der Leiter des Naturerlebnisses ein und brachte das zutrauliche Tier sicher unter. „Wir sind der Polizei echt dankbar für ihren Einsatz“, sagt Andreas Knoll. Den Grund für den Ausflug des Minischweins hätten Knoll zufolge zwei Schafböcke geliefert. Die beiden nahmen im Streit um eine Artgenossin keine Rücksicht auf den Zaun zwischen ihnen. Unter den aufeinander dröhnenden Hörnen riss selbiger und gab den Weg für andere Tiere frei; darunter Girgenta-Ziegen und einige Schafe. Während die jedoch auf dem Gelände der Ökostation blieben, entwischte das Minischwein durchs Eingangstor.