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Die wundersame Rettung von fünf Waisen

Die Katzenmama hatte plötzlich tot im Stall gelegen. Ohne sie als Ernährerin war der Nachwuchs verdammt. Dank zwei Tierfreundinnen kam es aber nicht so weit.

So kamen die Findlinge im Tierheim an.
Frauke Förster So kamen die Findlinge im Tierheim an.

Vielleicht war sie unterwegs gewesen, um ihren Jungen Nahrung zu besorgen, und dabei angefahren worden. Frauke Förster vom Prenzlauer Tierschutzverein weiß es nicht. Fakt ist nur, dass die Katzenmama nach ihrer Rückkehr plötzlich tot zusammenbrach und ihre fünf Babys als Waisen zurückblieben. Vermutlich wäre damit ihr Todesurteil besiegelt gewesen.

Mit ihren geschätzten fünf Wochen Lebensalter wuchsen den  Katzenkindern zwar schon kleine Zähne. „Aber sie hätten sich nicht selbst  versorgen können“, schätzt die Fachfrau ein. „Mit der Mäusejagd wären die Kleinen überfordert gewesen. Und ob ihnen immer jemand frische Milch hingestellt hätte, wissen wir nicht.“ Umso dankbarer ist die Vereinschefin deshalb zwei jungen
Prenzlauerinnen, die die Notlage erkannten und die richtigen Schlüsse zogen. Nach Rücksprache mit dem Tierheim fingen die Frauen die Kätzchen im Kuhstall ein und brachten sie nach Prenzlau. Dort wärmte die Ankunft der Kleinen bei allen sofort das Herz. Der Anblick war auch zu allerliebst, wie sie dort eng gedrängt in ihrem Transportkarton saßen und neugierig die neue Umgebung beäugten.

Die nächsten fünf Wochen werden die Neuankömmlinge noch zusammenbleiben. Aufgrund des Verlusts der Mutter werde man die Geschwister nicht trennen, auch damit sie Sozialverhalten lernen könnten, versicherte Frauke Förster. Erst ab einem Alter von etwa zehn Wochen und mit dem nötigen Impfschutz sei an Vermittlung zu denken. Für Kost und Logis haben derweil die beiden Retterinnen mit einer Spende gesorgt. Bravo!