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Diese Frau treibt es nun bunt

VonClaudia MarsalWer etwas produziert, derist natürlich am Absatz interessiert. Daher muss er stets genau gucken, was die Kunden denn wollen.Prenzlau.Kerstin ...

Auch diese entzückende kleine Kanne findet sich im Sortiment der Künstlerin.

VonClaudia Marsal

Wer etwas produziert, der
ist natürlich am Absatz interessiert. Daher muss er stets genau gucken, was die Kunden denn wollen.

Prenzlau.Kerstin Schreckenbach ist nicht unbedingt die Frau, die man mit schnörkeligen Sachen in Verbindung bringt. Wer die Keramikerin kennt, der weiß, dass ihr eigentlich eher die warmen Brauntöne liegen und klare Formen. Dass sie jetzt öfter als sonst blumen- und obstverzierte Gefäße in den Brennofen schiebt, hat einen einfachen Grund.
Auch sie muss natürlich gucken, was die Kunden mögen, „Und da habe ich im Verlaufe der Landesgartenschau schon gemerkt, dass es eher in diese Richtung geht.“ Zum Anfang habe sie die kleinen Nippes als Beiwerk hergestellt und angeboten. Doch mittlerweile nehmen diese einen Großteil der Produktion ein. Besonders beliebt sind die weißen, zarten Kannen mit fruchtigen Accessoires oben drauf. Die gehen weg wie warme Semmeln. Aber auch alles, was blumenverziert ist oder den Prenzlau-Schriftzug trägt, verkauft sich gut. Keine Frage, die Besucher wollen Erinnerungsstücke mit nach Hause nehmen. „Und wenn diese Art Keramik so vielen Leuten gut gefällt, dann kann ich das nicht als Tinnef abtun, sondern muss mit meiner Arbeit darauf reagieren“, sagt sie ganz pragmatisch. Mittlerweile hat sie selbst Gefallen daran gefunden. Zu erstehen sind ihre Produkte in ihrem Atelier in der Platanenallee, im Buchhaus Schulz sowie in der Stadtinformation.
Was Qualität und Bruchsicherheit anbelangt, ist man bei ihr übrigens auf der sicheren Seite. Der Brennofen wird auf 1200 Grad Celsius aufgeheizt. Heraus kommt dann sogenanntes Steinzeug.