Gründerzeithäuser:

Dieser Luxus ist bezahlbar

In drei wahren Prachtbauten in der Schwedter Straße wurden die Schlüssel übergeben. Doch die Mieterschaft der sanierten Bürgerhäuser gehört nicht zur Creme de la Creme. Nein, dort werden normale Menschen leben: Verkäufer, Mechaniker und Rentner.

Die süße Emilia ist die jüngste Mieterin in den sanierten Häusern, hier mit Mama, Apothekerin Kathleen Templin-Krüger, und Papa Mathias Templin, Kfz-Mechaniker. Die Familie ist erst jüngst aus der Schweiz in die Heimat zurückgekehrt.
Claudia Marsal Die süße Emilia ist die jüngste Mieterin in den sanierten Häusern, hier mit Mama, Apothekerin Kathleen Templin-Krüger, und Papa Mathias Templin, Kfz-Mechaniker. Die Familie ist erst jüngst aus der Schweiz in die Heimat zurückgekehrt.

In diesem Teil Prenzlaus, der „Schwedter Vorstadt“, lebten früher die „Reichen und Schönen“. Wer seine Adresse in den Gründerzeithäusern der Schwedter Straße 25-29 hatte, der war schon etwas. Während der DDR-Zeit litt der Ruf dann etwas, denn die riesigen Wohnungen, einst von Ärzten, Apothekern und Kaufleuten gemietet, verkamen mangels Instandhaltung und Sanierung. Das hatte langen Leerstand zur Folge. Die Prenzlauer schlossen lieber eine fernwärmebeheizte Dreizimmer-Wohnung am Georg-Dreke-Ring auf als ein Ofen-Domizil in diesem Viertel. Was nach sich zog, dass zwischenzeitlich sogar über Abriss nachgedacht wurde.

Doch im Rathaus wollte man sich mit der Vorstellung, dass die herrlichen, ortsprägenden Bauten verschwinden könnten, nicht anfreunden. Gemeinsam mit dem Vermieter, der stadteigenen Wohnbau GmbH, wurde deshalb begonnen, ein Finanzierungskonzept für den Umbau zu entwickeln.

27 Wohnungen mit 1800 Quadratmeter Wohnfläche wurden mit einem Investitionsaufwand von 5,5 Millionen Euro auf modernsten Standard gebracht. Es glückte eine architektonische Meisterleistung – das wurde bei der Übergabe der Wohnungen noch einmal ausdrücklich gewürdigt.  Die barrierefreie Gestaltung eröffnete zudem Möglichkeiten für alte und behinderte Menschen. Geschäftsführer René Stüpmann jedenfalls hatte keine Mühe, Mieter zu finden. Noch vor Fertigstellung des Mammutprojektes waren alle Wohnungen weg.

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