Kein Zugang zur Frauenfitness:

Dieser Mann fühlt sich diskriminiert

In Frauenfitnessclubs haben die Herren der Schöpfung keinen Zutritt – Olaf Ringk hält das für gesetzeswidrig. Am meisten bringt ihn aber ein ganz bestimmter Satz auf die Palme.

Olaf Ringk fühlt sich durch das Männer-Verbot in Frauenfitnessclubs ausgegrenzt.
Monika Strehlow Olaf Ringk fühlt sich durch das Männer-Verbot in Frauenfitnessclubs ausgegrenzt.

"Männer sind hier unerwünscht“, dieser Satz liegt Olaf Ringk seit Tagen schwer im Magen. Der Gartenbauingenieur war beim Lesen des Uckermark Kurier über besagte Aussage gestolpert. Getroffen hatten sie drei Damen, die im Prenzlauer Frauenfitnessclub „Mrs. Sporty“ trainieren. Dort wird dem starken Geschlecht seit jeher kein Zutritt gewährt. „Und das ist auch gut so“, war von den Trainierenden zu hören gewesen. Den Mann aus Jagow allerdings brachte dieser Ausspruch auf die Palme. Er findet die Aussage diskriminierend, um nicht zu sagen, gesetzwidrig. „In der Europäischen Union sind Mann und Frau nämlich gleichgestellt. So etwas darf man in der Öffentlichkeit nicht äußern“, ist der Bewohner der Gemeinde Uckerland überzeugt. „Man macht sich damit strafbar“, protestierte Ringk, vielen sicher als Ex-„Nudlbaron“ bekannt.

Bei „Mrs. Sporty“ indes sieht man das gelassen. „Unser Trainingskonzept ist nun mal allein auf Frauen ausgerichtet. Das ist unsere Philosophie“, erklärte Studioinhaberin Bianca Erler. Bislang habe sich noch nie jemand daran gestört. Von den Frauen werde honoriert, dass Männer keinen Zutritt hätten. „Sie fühlen sich dann ungestörter“, brachte es die versierte Trainerin auf den Punkt.

Da sich in der Vergangenheit aber wiederholt auch Männer hatten anmelden wollen, habe sie sich vor gut einem Jahr entschlossen, ein zweites Studio zu eröffnen. In diesem ist nun auch das starke Geschlecht willkommen. „Dort haben sich inzwischen auch drei ausschließlich Männern vorbehaltene Gruppen zusammengefunden. Hier könnte sich Herr Ringk gern anmelden, wenn er möchte“, machte die Unternehmerin aus Prenzlau anschließend ein Angebot in seine Richtung.

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