Tierbaby in Not:

Dieses Rehkitz hat Mega-Glück

Am frühen Morgen stürzt in Dreyershof ein Rehkitz in einen tiefen Schacht. Stundenlang schreit das Kleine um Hilfe. Dann werden Anwohner auf das Drama aufmerksam.

Ronny Splisteser kletterte in die Tiefe, um das Reh herauszuholen.
Claudia Marsal Ronny Splisteser kletterte in die Tiefe, um das Reh herauszuholen.

Marcel Mand wurde Donnerstagfrüh von gellenden Schreien wach. Mit Freundin Nancy Stegemann suchte der 30-Jährige nach der Quelle. Doch das Paar aus Dreyershof fand sie nicht. Erst Freund Daniel Kühnemann, der durch Zufall mit im Haus weilte, ging der Sache weiter auf den Grund. "Mir fiel auf, dass das Geschrei so komisch widerhallte. Das muss aus einem Schacht kommen, sagte ich mir", denkt der 34-Jährige an das morgendliche Geschehen zurück. Und sein Gehör trügte ihn nicht. Wenig später entdeckten die drei jungen Leute, das ein Rehbaby in ein tiefes Loch gefallen war. Ein Wasserschacht auf dem Nachbargrundstück war dem Kitz zum Verhängnis geworden. Das Tier war vermutlich auf der nur halbherzig abgedeckten Betongrube ausgerutscht und in die Tiefe gestürzt. Besonders tragisch: Die Mutter des Jungen hatte alles mitbekommen und lief wahnsinnig vor Angst am Rand hin und her. Marcel Mand war schnell klar, dass sie selbst das Opfer nicht retten konnten. Seine 25-jährige Braut rief deshalb umgehend die Feuerwehr. Als erster war Stadtbrandmeister Sven Wolf vor Ort. Er sondierte die Lage und rief dann ein Einsatzfahrzeug nach Dreyershof. Nicht einmal zehn Minuten später kletterte dann schon Hauptfeuerwehrmann Ronny Splisteser beherzt in den Schacht und kam dem Kitz zur Hilfe. Als er kurz darauf mit dem kleinen Reh auf dem Arm nach oben kam, brandete Jubel auf. Vor allem die Anwohner waren begeistert, dass dem Tierbaby so schnell geholfen worden war.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung