:

Dreijähriger jagt seiner Mutter einen Riesenschrecken ein

Der Spielplatz auf der Landesgartenschau wird mit einem Schlag sehr voll. Der dreijährige Pierre sieht seine Mutter nicht mehr. Auch sie sieht ihn nicht mehr. Dramatische 45 Minuten suchen seine Mutter und viele Helfer den Kleinen, bis er gefunden wird.

Ungefähr 45 Minuten dauerte es, bevor seine Mutter den kleinen Pierre wieder in den Arm nehmen konnte.
Gerald Bahr Ungefähr 45 Minuten dauerte es, bevor seine Mutter den kleinen Pierre wieder in den Arm nehmen konnte.

Pierre spielte am Freitag gegen Mittag auf dem LAGA-Spielplatz am Seeufer. Seine Mutter, die beiden Geschwister und seine Großmutter waren natürlich auch dabei. Dann kamen ein paar Schulklassen an den Spielplatz, der nun schnell sehr voll war "Pierre hat uns wahrscheinlich nicht mehr gesehen unter den vielen Menschen", machte sich seine Mutter Sorgen. Seine Familie konnte Pierre allerdings auch nicht mehr sehen, und suchte sofort den Spielplatz und das Ufer ab. "Nicht auszudenken, wenn er einfach ins Wasser gelaufen wäre", machten sich Mutter und Großmutter Sorgen, tummelten sich doch am Ufer Enten nahe des Schilfs. Für einen Dreijährigen leicht verlockend, um mit ihnen zu spielen. Doch auch dort war er nicht zu finden.

Polizeibeamte, Feuerwehr, LAGA-Mitarbeiter und der Wachdienst machten sich auf die Suche. Während seine Mutter mit Tränen in den Augen am Spielplatz ausharren musste, waren durch die Bäume am Seeufer entlang zahlreiche Blaulichter an der Schleuse zu sehen. Nach fast 45 Minuten kam endlich der Funkspruch: Pierre wurde gefunden und es geht ihm gut.. "An der Schleuse hat uns jemand gemeldet, dass er dort den kleinen Pierre gesehen hat", sagte Polizeisprecher Gerald Pillkuhn. Ganz schön schlau für ein so junges Kind: Er ging dahin zurück, wo die Familie kurz zuvor herkam.

Mehr als nur offensichtlich fiel Susanna Z. in diesem Moment ein gewaltiger Stein vom Herzen, als der Streifenwagen am Spielplatz vorfuhr und ein Polizist mit ihrem kleinen Jungen auf dem Arm ausstieg. Sofort nahm sie ihren Pierre auf den Arm - und der wollte auch nicht mehr weg von seiner Mama. "Ich bin so unglaublich erleichtert", sagte seine Mutter um Worte ringend. Doch ein Bild spricht hier mehr als Tausend Worte.