Es grenzt an ein Wunder:

Ehepaar überlebt schweren Crash auf A11

Hundert Meter schlittert der Pkw durch Gestrüpp, reißt einen Wildzaun nieder und prallt schließlich frontal gegen einen Baum. Schreckliche Sekunden für ein Berliner Ehepaar am Sonnabend auf der A 11 zwischen Warnitz und Pfingstberg. Doch sie haben trotz des durchlebten Horrors unbeschreibliches Glück.

Die Heimfahrt von der Insel Usedom über die A 11 Richtung Berlin endet für ein Ehepaar am Sonnabend am Baum.
Heiko Schulze Die Heimfahrt von der Insel Usedom über die A 11 Richtung Berlin endet für ein Ehepaar am Sonnabend am Baum.

Nur drei Meter von der Unglücksstelle entfernt steht ein hölzernes Kreuz und erinnert an jene Tragödie vor zwei Jahren. Damals musste die 14-jährige Lea bei einem Verkehrsunfalls ihr Leben lassen.

Schreckliche Bilder, die auch bei den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Gramzow und Hohengüstow sofort wieder gegenwärtig sind, als sie am Sonnabend gegen Mittag (7. September) zum Autobahnkilometer 67,6 zur Hilfe gerufen werden. Was wird sie erwarten? Die Worte auf dem Alarmpieper verheißen ihnen nichts Gutes: Fahrzeug von der Autobahn abgekommen, mehrerer Insassen, Pkw gegen Baum, Baum auf die Karosserie gestürzt. Es ist von Schwerverletzten auszugehen.

Rettungsassistenten, Mediziner, Feuerwehrleute und Polizisten des Schutzbereiches Uckermark und der Autobahnpolizei Bernau sind unverzüglich am Unglücksort.Sie können es kaum glauben, dass die beiden Insassen, ein Berliner Ehepaar Anfang 70, sich selbst aus dem Wrack unter Ästen und Gestrüpp befreien konnte, offensichtlich nur leichte Verletzungen davontrug. "Es ist fast ein Wunder", kommentiert Wolfgang Ruhl von der Bernauer Autobahnpolizei die Situation. Und er selbst hat schon einiges miterleben müssen. Vielleicht war es Glück im Unglück, dass das Ehepaar, das nur wenige Stunden zuvor einen herrlichen Urlaub in Zinnowitz auf der Insel Usedom beendet hatte und sich auf dem Heimweg befand, zuvor ein einspurige Baustelle hinter Warnitz passieren musste. Dementsprechend gedrosselt war die Geschwindigkeit. Auch durch den Heckgepäckträger mit den beiden Fahrrädern. Warum er mit dem Mazda von der Straße abgekommen ist, kann sich der 72-Jährige Fahrer auch nicht erklären. Vielleicht war es von der Sonne geblendet, die zum Zeitpunkt des Crashs bei blauem Himmel direkt ihr gleißendes Licht der Fahrtrichtung entgegen strahlte. Nach den schrecklichen Sekunden bis zum Stillstand des Wagens, dem Schock, wurde dem Ehepaar immer bewusster, dass es dem Tod gerade von der Schippe gesprungen war. Es hätte für sie alles ganz, ganz anders ausgehen können an diesem sonnigen letzten Urlaubstag. Der Totalschaden an ihrem Pkw - nebensächlich.

 

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