Licht aus in Eickstedt:

Ein Dorf versinkt in der Finsternis

"Wie Sie sehen, sehen Sie nichts." Mit diesen Worten schickte eine Leserin ein Bild der Bushaltestelle in Eickstedt. Denn dort gehen die Lichter früher als geplant aus. Besonders betroffen davon sind die Schulkinder.

Zappenduster ist es momentan für die Eickstedter Schulkinder, wenn sie morgens an der Bushaltestelle stehen.
Privat Zappenduster ist es momentan für die Eickstedter Schulkinder, wenn sie morgens an der Bushaltestelle stehen.

Eltern, die ihre Kinder morgens zur Schule verabschieden, tun das häufig mit gemischten Gefühlen. Zum Stolz kommt oft Sorge, vor allem, wenn die Kleinen einen längeren Weg zurückzulegen haben und es – so wie derzeit – in der Frühe noch lange dunkel bleibt. Auch in Eickstedt macht sich allmorgendlich ein Trupp Schulkinder auf den Weg zur Bushaltestelle. Die Strecken dorthin waren bis vor Kurzem auch gut beleuchtet, doch dann wurden stromsparende LED-Lampen montiert und damit offenbar auch der Schaltrhythmus verändert.

Mit dem Ergebnis, dass die gesamte Beleuchtung aktuell ein paar Minuten, bevor der Schulbus kommt, abgeschaltet wird und die Knirpse komplett im Dunkeln stehen. Damit andere eine Vorstellung vom „Zappenduster“, hat eine Anwohnerin die Szene im Bild festgehalten. Sie schrieb dazu: „Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.“ Doch nachdem sich betroffene Familien nun ans Amt Gramzow gewandt haben, scheint sich eine Lösung anzubahnen. Im zuständigen Ordnungsamt war am Montag zu erfahren, dass man den am Freitag vergangener Woche eingegangenen Hinweis sofort an einen Elektrobetrieb weitergeleitet habe.

Dort hieß es, dass bis Mittwoch der Rhythmus der Jahreszeit angepasst werden soll. Statt wie bislang um 7.15  Uhr, werden sich die Laternen erst um 7.45 Uhr abstellen. Zehn Minuten, nachdem der letzte Schülerbus das kleine Dorf verlassen hat. Die Eickstedter sind hoffnungsvoll, dass alle Beteiligten Wort halten und es mit der Düsternis bald vorbei ist.

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