Gelöbnis in der Uckermark Kaserne:

Ein Küsschen für den Schatz in Uniform

Zum Gelöbnis der Rekruten des in Prenzlau stationierten Fernmeldebataillons reisten Angehörige sogar aus Österreich an. Mehr in unserer Bildergalerie.

Ein Küsschen für den Soldaten: Michel Kenaan (18) mit Freundin Svenja Wolbeck (17).
Benjamin Vorhölter Ein Küsschen für den Soldaten: Michel Kenaan (18) mit Freundin Svenja Wolbeck (17).

In Reihe und Glied und die Augen stramm nach vorne gerichtet. In makelloser grauer Ausgehuniform stehen die neuen Rekruten des Fernmeldebataillons 610 am Donnerstag in der Prenzlauer Uckermark Kaserne. Direkt vor ihnen versammelten sich ihre Angehörigen. Sie schossen Fotos und winkten zu. Dann endlich war es soweit. Die vierte Kompanie löste ihre Formation auf. Die Angehörigen nahmen nach dem feierlichen Gelöbnis ihre Rekruten in die Arme. Für die Zeremonie haben einige einen besonders weiten Weg auf sich genommen.  Die weiteste Anreise hatte Familie Orendi. Schwester Ingrid und Vater Dietmar reisten extra für das Gelöbnis von Harald Orendi aus Österreich an, wo die Deutschen seit einigen Jahren leben. Für den 18-Jährigen ist der freiwillige Wehrdienst eine interessante Erfahrung. „Das bringt mich körperlich weiter und ich lerne Disziplin, Ordnung und Kameradschaft“, meinte Orendi, der sich für elf Monate verpflichtet hat. „Ich mache das zur Orientierung. Ich will das Soldatenleben kennenlernen“, erzählte der junge Soldat, der einer von 89 Rekruten im Fernmeldebataillon ist.

Sie alle haben ihre dreimonatige Grundausbildung am 1. Oktober in der Uckermark-Kaserne begonnen. „Unter ihnen sind Freiwillige, die einen siebenmonatigen Wehrdienst leisten, und Soldaten, die sich bis zu vier Jahren verpflichtet haben. Mehr als die Hälfte von ihnen kommt aus Bayern, Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Freiwillige aus Berlin und Brandenburg gibt es diesmal wenige“, sagte Stabsfeldwebel Waldemar Lamek. „Jetzt ist die Hälfte der Grundausbildung vorüber. Nach der Feier fahren die Rekruten mit ihren Angehörigen nach Hause. Das ist eine gute Tradition“, meinte der Stabsfeldwebel.

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