Gute Nachricht nach aleo-Liquidation:

Eine Million Euro für Ex-Solarwerker

169 ehemalige Angestellte der aleo solar AG haben rund ein Jahr nach dem Firmen-Aus noch immer keinen Job. Doch das soll sich ändern.

Am Standort hat sich ein neues Solarunternehmen gegründet.
Claudia Marsal Am Standort hat sich ein neues Solarunternehmen gegründet.

Die Europäische Union lässt es sich in den nächsten Monaten eine Stange Geld kosten, 169 Prenzlauer Solarwerker, die durch die Globalisierung, so die EU, ihren Job verloren haben, wieder in Arbeit zu bringen. Sie sind diejenigen von insgesamt 403 Arbeitnehmern, die nach dem Aus der aleo solar AG in die Transfergesellschaft BOB übergegangen waren und bis heute keine Anstellung gefunden haben.

BOB-Sprecher Christian Förster informierte am Donnerstag, dass es über einen Fonds nochmals eine Million Euro gibt, um diese 169 Menschen vor dauerhafter Arbeitslosigkeit zu bewahren. Das sind pro Kopf 5917,16 Euro, die für Qualifizierungen, Bewerbungsschulungen, Existenzgründerberatung und anderes eingesetzt werden sollen.

Ziel: Zehn neue Jobs pro Monat

Förster ist zuversichtlich, dass mit diesen Mitteln pro Monat zehn Frauen und Männer den Absprung aus der Erwerbslosigkeit schaffen könnten. Das sei eine reale Größe, trotz des saisonbedingten Arbeitslosenanstiegs, der die Region zurzeit beutelt.

Denn nach Aussagen der Arbeitsagentur, die das Vorhaben begleitet, gibt es immer noch einen großen Pool unbesetzter Stellen. „Wenn jemand intellektuell und räumlich flexibel ist, findet er auch wieder Arbeit“, äußerte sich der Prenzlauer Geschäftsstellenleiter Christian Weckert optimistisch, was die Vermittlung anbelangt. Vor allem im Handwerk, in der Elektro- und Windenergiebranche sowie der Landwirtschaft würden Fachkräfte gesucht.