Schnelle Rettung:

Eingeklemmt im Auto, da werden Sekunden zu Stunden

Sie will eigentlich wie immer zur Arbeit, doch dann rast ein Auto in ihren Pkw. Ohne das schnelle Eingreifen der Feuerwehr wäre Ute Wesener vielleicht nicht mehr am Leben. Die 57-Jährige ist den Kameraden zu Dank verpflichtet.

Ute Wesener
Claudia Marsal Ute Wesener

Zernikow. An einem lauen Junimorgen um acht Uhr in der Frühe steckte das rechte Bein von Ute Wesener im Wrack ihres Pkw fest. Bei einem Frontalcrash hatte sich die Zernikowerin Brust- und Schlüsselbein gebrochen, die linke Schulter war zerschmettert worden, der Uckermark Kurier berichtete. Die 57-Jährige litt im Wrack ihres Autos unsägliche Schmerzen – dabei hatte sie eigentlich nur zur Arbeit fahren wollen. Kurz nach dem verheerenden Unfall nahe Dedelow war es die Feuerwehr, die das Opfer aus dem Wagen schnitt und ihm gut zusprach, bis der Notarzt da war. Die Kameraden wichen der Frau nicht von der Seite, bis sie in anderen guten Händen war.

Vier Monate nach dem Drama kann die Mutter einer erwachsenen Tochter schon über das Geschehen reden, ohne sofort in Tränen auszubrechen. Aber bewegt ist sie noch, als sie das Ganze noch einmal Revue passieren lässt. Wenn sie ihren aktuellen Gemütszustand beschreiben soll, dann fällt ihr als Erstes „dankbar“ ein.

Etwas, das ihr Mann nur dick unterstreichen kann. Ihm blieb an diesem Frühsommertag nichts weiter übrig, als am Krankenbett zu sitzen und zu hoffen. Darauf, dass es seine Frau schafft, dass die Ärzte ihr Bestes geben und irgendwann wieder alles so wird, wie es vor dem Unfall war. Wie durch ein Wunder wurde er erhört. Noch ist die Büroangestellte zwar an den Rollstuhl gefesselt und hat weitere Operationen vor sich. Doch sie hat sich soweit gefangen, dass sie Dank sagen kann. Allen Helfern und Rettern vor Ort, dem Team des Klinikums Neubrandenburg und nicht zu vergessen Familie und Nachbarschaft, die sie seither unterstützt haben.

Vor allem aber der Feuerwehr, die, wie so oft bei Unfällen, als erstes zur Stelle war. Ute Wesener hat am eigenen Leib erfahren, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit der Kameraden ist.

Haben auch Sie schon so etwas erlebt? Sind Sie Feuerwehrleuten zu Dank verpflichtet, weil diese Ihr Hab und Gut oder gar Ihr Leben gerettet haben? Dann melden Sie sich bei uns. Wir stellen die Frauen und Männer dann im Rahmen des Leserwettbewerbes „Feuerwehr des Jahres“ in der Zeitung vor. Telefon: 03984 864712. Anmeldungen von Wehren sind möglich unter www.feuerwehr-des-jahres.de.

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