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Eintracht Göritz stellt im Spitzenspiel Weiche auf Kurs Titelverteidigung

VonArmin GehrmannFußball-Kreisligist Eintracht Göritz ist auf bestem Weg, erneut Meister im FK West Uckermark zu werden. Er gewinnt das Spitzenspiel beim ...

Der Gollmitzer Fabian Meinke versucht Thomas Schostan (links) noch vom Ball zu trennen, kommt aber zu spät.  FOTO: A. Gehrmann

VonArmin Gehrmann

Fußball-Kreisligist Eintracht Göritz ist auf bestem Weg, erneut Meister im FK West Uckermark zu werden. Er gewinnt das Spitzenspiel beim KSV Gollmitz 2:1.

Gollmitz.Bei bestem Wetter trafen KSV Gollmitz und Eintracht Göritz im Spitzenspiel der Kreisliga aufeinander. Beste Stimmung gab es aber nicht. Das lag weniger daran, dass sich der KSV der Eintracht-Elf 1:2 beugen musste. Der KSV wurde von seinen Fans nicht in der Form angetrieben, wie man es zu einem Spitzenspiel erwartet hätte.
Und an Schiedsrichter Ziesing (Schwedt) rieben sich viele mit nutzlosen und unsachlichen Kommentaren schon seit seiner ersten strittigen Entscheidung – die natürlich beide Fanlager ganz gegenteilig kommentierten – recht lautstark. Glücklicherweise ließen sich davon nur wenige Aktive anstecken. Beide Teams, und da muss man wegen der vorherigen 120-Minuten-Belastung im Pokalfinale vor allem vor der KSV-Elf den Hut ziehen, kämpften engagiert. Den besseren Start erwischten die Göritzer, die durch Berg (1.), Schmeling (3.) und Schostan (5.) zu verheißungsvollen Aktionen kamen. Dann aber schien Markus Schwebe zur tragischen Figur des Tages zu werden. Er brachte Meinke im Strafraum zu Fall. Doch Ronny Lehmann verschoss den Elfer. Nun zogen sich die Göritzer zurück, hatten lediglich durch Bociek (34.) noch eine Kopfballchance. Buhse von halb rechts diagonal (31.) und Meinke (37., 44.) mit Volleyschuss nach Kopfballablage Borchardt und per Drehschuss, der Torwart Meyer voll forderte, trafen für die Gastgeber auch nicht.
Siegeswillen zu demonstrieren und sich besser als Anspielstation anzubieten, das gelang den KSV-Spielern nach der Pause gut. Vor allem Buhse drückte aufs Tempo und hatte mehrere Chancen in Folge. Nachdem ein Kannemannschuss noch abgeblockt wurde, traf Buhse aber zum erlösenden 1:0 (68.). Doch das war‘s nicht. Dieser Gegentreffer schien Göritzer Trotz auszulösen. Nur durch Borchardt (68.) kamen die Gollmitzer noch zu einer wahren Chance. Dagegen drehte sich der Eintracht-Motor auf immer höheren Touren. Und ein Supertor von Markus Schwebe ließ die Partie noch kippen. Nach einem kurzen Schwenk zirkelte er in Arjen-Robben-Manier das Leder von halb rechts an der Strafraumkante oben links in der Gollmitzer Kasten (75.). Und beim nächsten Anrennen der nächste Schlag. Thomas Habethas Foul im Strafraum führte zum Elfmeter und wegen seines Kommentars danach zur zweiten gelben Karte – als Spielausschluss für ihn. Den Elfer versenkte Schwebe sicher zum 1:2 (78.). Die KSV-Elf rannte danach mit letzter Kraft aus fast allen Positionen an, spielte aber uneffektiv. Doch auch die wenig später jubelnden Gäste konnten es nicht besser, denn Berg und Schmeling – der sogar zweimal – nutzten beste Möglichkeiten im direkten Lauf aufs Tor nicht.