Diskussion um Frühstück und Vesper:

Elterninitiative strebt Vollverpflegung an

Verwaltung und engagierte Prenzlauer liegen beim Streitthema Kitaessen auf einer Wellenlänge. Am 7. Mai fällen die Stadtverordneten die Entscheidung.

Ob der Tag in Prenzlaus Kitas künftig mit einem gemeinsamen Frühstück beginnt, darüber entscheiden am 7. Mai die Stadtverordneten.
UKK/Archiv Ob der Tag in Prenzlaus Kitas künftig mit einem gemeinsamen Frühstück beginnt, darüber entscheiden am 7. Mai die Stadtverordneten.

Sollen die Kinder, die in einer Einrichtung in Trägerschaft der Stadt Prenzlau betreut werden, künftig auch Frühstück und Vesper bekommen? Eindeutig ja, meint Antje Neumann. Sie ist Sprecherin der Bürgerinitiative „Eltern für gerechte Abrechnung“. „Alle Kinder würden gleiches Essen bekommen“, argumentiert die 28-Jährige. Als Mutter einer dreijährigen Tochter weiß sie nämlich allzu gut, was zum Teil in den Brotbüchsen der Kinder landet und dass manche überhaupt kein Essenpaket mitbekommen. „Und welches Kind mag sein Vollkornbrot essen, während nebenan Waffeln und Gummibärchen ausgepackt werden?“, fragt sie. Neumann und ihre Mitstreiter möchten deshalb bewirken, dass alle Kinder in der Einrichtung gesund und voll verpflegt werden und gemeinsam essen.

Damit liegen die engagierten Eltern auf einer Wellenlänge mit Bürgermeister Hendrik Sommer. Auch die Verwaltung plädiert dafür, in den Einrichtungen zusätzlich Frühstück und Vesper anzubieten. Bislang waren die Eltern dafür zuständig, der Träger stellte Obst, Gemüse und Getränke bereit. Allerdings steht die Verwaltung einer Mehrheit der Eltern gegenüber, die die Vollversorgung ablehnt. An der Umfrage, die Anfang März gestartet worden war, beteiligten sich 59,2 Prozent aller Eltern. Von denen lehnten 62,1 Prozent das zusätzliche Angebot ab, rund ein Drittel der Eltern sprach sich für Frühstück oder Vesper aus. Nur 14,7 Prozent wollten die volle Versorgung.

Vorgesehen ist, die Kosten für Frühstück und Vesper auf die Kitagebühren umzulegen. Da die Elternbeiträge gestaffelt werden, bezahlt nicht jeder den gleichen Preis. Schätzungen zufolge müssten Eltern, die derzeit den Höchstsatz zahlen, rund 14 Euro mehr berappen.

Am 7. Mai beschäftigen sich die Stadtverordneten mit der Thematik Vollverpflegung.

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