Förderbescheide kommen:

Endlich öffnet Potsdam den Geldhahn

Seit Monaten warten Akteure von 35 Projekten in der Uckermark auf die Bewilligung von EU-Geldern. Bisher klemmte es im Potsdamer Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft.

Der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe Uckermark, Resch Roland, und Dr. Harald Hoppe, Referatsleiter für ländliche Entwicklung im Potsdamer Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, haben sich am Mittwoch ausgesprochen.
Monika Strehlow Der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe Uckermark, Resch Roland, und Dr. Harald Hoppe, Referatsleiter für ländliche Entwicklung im Potsdamer Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, haben sich am Mittwoch ausgesprochen.

Rund fünf Millionen Euro für die Uckermark stecken in der Sackgasse. Diese Summe würde aktiviert, wenn die seit 2014 im Zuge der EU-Förderung über das sogenannte LEADER-Programm beantragten Projekte bewilligt würden. Am Donnerstag nun sollen endlich die ersten drei Bewilligungsbescheide in Lychen übergeben werden.

Zwei Jahre nach der Start der neuen EU-Förderperiode 2014 bis 2020 haben Nachbarn wie Mecklenburg-Vorpommern viele solcher Projekte schon auf den Weg gebracht. Nur in Brandenburg stockte die Bearbeitung. Vor allem bei Bauvorhaben entwickelte sich ein Antragsstau, der vieles in Zeitverzug zu bringen drohte. Vor Kurzem beklagten sich Betroffene in einem offenen Brief an Minister Jörg Vogelsänger (SPD) über die  ausufernde Bürokratie.

Als Antwort Vogelsängers fand am Mittwoch in Prenzlau eine Runde zwischen dem Referatsleiter für ländliche Entwicklung, Dr. Harald Hoppe, sowie Roland Resch, dem Vorsitzenden der Lokalen Aktionsgruppe Uckermark, und weiteren Vorstandsmitgliedern statt. Warum sich in Potsdam die Bearbeitung hinzog, konnte Hoppe gegenüber dem Uckermark Kurier nicht schlüssig beantworten.

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