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Ermittlungsverfahren nach zwei Explosionen

Sechs Menschen wurden durch die Detonationen bei der Nammo Buck GmbH in Pinnow verletzt. Einige konnten das Krankenhaus inzwischen verlassen. Nun untersucht die Staatsanwaltschaft, wie es zu dem Vorfall kommen konnte.

Sofort nach dem Vorfall eilten Rettungskräfte nach Pinnow. Das Firmengelände wurde abgesperrt.
Heiko Schulze Sofort nach dem Vorfall eilten Rettungskräfte nach Pinnow. Das Firmengelände wurde abgesperrt.

Eine Woche nach Explosionen auf dem Gelände der Nammo Buck GmbH in Pinnow hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Zentraler Vorwurf ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Neuruppin das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion. Noch sei unklar, ob der Zwischenfall vorsätzlich herbeigeführt wurde oder fahrlässig erfolgte, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde am Donnerstag.

In der vergangenen Woche waren auf einem Versuchsplatz bei zwei Explosionen einer Testreihe zur Munitionsvernichtung sechs Menschen verletzt worden. Nach Angaben von Firmengeschäftsführer Christoph Rüssel haben einige von ihnen inzwischen das Krankenhaus wieder verlassen. Mindestens eine Person sei noch immer schwer verletzt. Unterdessen sei das Unternehmen wieder zum Normalbetrieb übergegangen, berichtete Rüssel. Auch intern werde nach den Ursachen für die Detonationen geforscht. Der Versuchsplatz sei weiter gesperrt.