Flüchtlinge in Angermünde:

Erste Asylbewerber erleben Hilfsbereitschaft

Die ersten 37 Flüchtlinge, darunter 14 Kinder, sind in Angermünde angekommen. Während die Hilfsbereitschaft bei vielen in der Bevölkerung groß ist, wollen offenbar nicht alle die Asylbewerber mit offenen Armen empfangen.

Über Spiel- und Zeichenmaterialien von privaten Spendern freuen sich die kleinen Neuankömmlinge, die in dieser Woche gemeinsam mit ihren Eltern in der Notunterkunft für Asylbewerber in Angermünde eingezogen sind.
Christina Schmidt Über Spiel- und Zeichenmaterialien von privaten Spendern freuen sich die kleinen Neuankömmlinge, die in dieser Woche gemeinsam mit ihren Eltern in der Notunterkunft für Asylbewerber in Angermünde eingezogen sind.

Die Männer, Frauen und Kinder waren aus Kamerun, dem Balkan und Tschetschenien geflohen. Sie kamen aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt in die Notunterkunft in Angermünde. Zwei Betreuer organisieren für die Neuankömmlinge in den nächsten Tagen Behördengänge sowie die Aufteilung und das Einrichten der Zimmer.

Viele Einwohner wollten bereits helfen und besorgten unter anderem Kinderbetten, die in den aus alten Bundeswehrbeständen eingerichteten Unterkünften fehlen. Außerdem würden noch Kleiderspenden, Grünpflanzen und Kochutensilien gebraucht, die bei der DRK abgegeben werden können, so die Betreuer.

Mit Entsetzen haben die Angermünder indes zur Kenntnis genommen, dass offenbar nicht alle Menschen die Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen. Die NPD plant am Sonnabendnachmittag (24. Januar) einen Marsch vom Bahnhof bis zur Notunterkunft. Das Bürgerbündnis für Toleranz, die Stadt Angermünder, Kirchen, Vereine und engagierte Einwohner wollen dem etwas entgegensetzen und rufen zu einer Gegendemonstration auf.

 

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