Milchkrise fordert weiteres Opfer:

Es hat sich ausgemuhhht

Das Sterben in der Milchbranche dauert an. In der Uckermark hat im Oktober ein weiteres Landwirtschaftsunternehmen die Segel gestrichen. Der Bauernverband prophezeit: Wir werden weitere Betriebe verlieren, wenn sich am Preis nichts ändert.

Der Milchviehbestand in der Uckermark sinkt. Die Milchkrise hat nun ein weiteres Opfer gefordert.
Claudia Marsal Der Milchviehbestand in der Uckermark sinkt. Die Milchkrise hat nun ein weiteres Opfer gefordert.

Vor den Toren Prenzlaus hat die Milchkrise ein weiteres Opfer gefordert. In Wittstock ist im Oktober die Ära die Tierproduktion zu Ende gegangen. Im Ort hatten es die Spatzen bereits von den Dächern gepfiffen. Die Inhaber des dortigen Betriebes bestätigten diesen Fakt am Montag auf Nachfrage des Uckermark Kurier, wollten sich aber nicht weiter dazu äußern. Nur so viel: Man habe sich diese Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht.

Im Bauernverband Uckermark zeigte man sich nicht überrascht. Der Vorsitzende, Manfred Mesecke aus Blindow, erklärte sein Bedauern. "Das ist sehr schade, vor allem, weil die Entwicklung im Augenblick gerade leicht positiv ist. Aber von dauerhaft guten Bedingungen kann natürlich keine Rede sein. Wenn das Unternehmen meint, dass mit diesem Produktionszweig langfristig kein Geld mehr zu verdienen ist, dann war das die logische Konsequenz."

Mesecke prophezeit, dass in den nächsten Monaten weitere Bauern das Handtuch werfen werden. Ihm tut es vor allem um die Arbeitsplätze leid. Die Tierproduktion sei, anders als die Pflanzenproduktion, noch sehr arbeitskraftintensiv. Wenn die Entwicklung hin zu reinen Marktfruchtbetrieben gehe, könne sich jeder ausrechnen, wie negativ sich das auswirke. In der Uckermark haben in den letzten Monaten sieben Betriebe aufgegeben, das sind bald 20 Prozent. Aktuell stehen noch rund 14  000 Milchviehkühe auf den Höfen. 

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