Firmen unterstützen Asylbewerberheim:

Ex-Flüchtling spendiert Spielplatz

Zweimal hat es vor dem Asylbewerberheim Prenzlau schon schwere Unfälle gegeben, weil spielende Kinder vom Gelände auf die Bundesstraße gelaufen waren. Danach wurde die Sicherheit verbessert, unter anderem durch ein Tempolimit. Nun gibt es eine weitere Initiative - von einem Mann, der weiß, wie sich Langeweile im Heim anfühlt.

Bislang müssen sich die Kinder mit diesen Spielgeräten begnügen.
Claudia Marsal Bislang müssen sich die Kinder mit diesen Spielgeräten begnügen.

Unternehmer Mazi Qaderi hat als Kind selbst viele Jahre in einem Asylbewerberheim verbracht. Das Gros der Zeit lebte die afghanische Familie in Crussow. "Wenn wir raus wollten, hatten wir den Wald vor der Tür", preist der junge Mann die Vorzüge des dortigen Objektes. In Prenzlau liegt die Flüchtlingsunterkunft hingegen direkt an einer Bundesstraße. Das birgt Gefahren für die Jüngsten. Zweimal gab es schon schwere Unfälle. Die Verantwortlichen reagierten zwar schnell, seit kurzem gilt beispielsweise Tempo 30 vorm Haus. Doch Kinder wollen spielen. Und die momentanen Möglichkeiten sind mehr als bescheiden. Aufgrund der hohen Auslastung des Heims mussten Spiel- und Sportzimmer wegrationalisiert werden. Und der Platz vorm Haupthaus hat bis auf ein paar Geräte nichts zu bieten. Das soll sich ändern. Wenn im nächsten Jahr zwei weitere Wohncontainer entstehen, wird ein großer Spielplatz mitgebaut. Die ersten Gelder dafür - über 1100 Euro - hat Mazi Qaderi, der in Prenzlau einen sozialen Betreuungsdienst betreibt, mit seiner Firma und weiteren Sponsoren aufgebracht, unter anderem ein Abiturjahrgang aus Prenzlau. Qaderi stellte Heimleiterin Martina Bärwald weitere Hilfe in Aussicht.

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