Fachwerk, das begeistert:

Experten nehmen Kettenhaus unter die Lupe

Über 800 Baudenkmale gibt es im Landkreis Uckermark. Zwei davon rücken dieser Tage in den Blickpunkt polnischer und deutscher Fachleute.

John Tancre von der Prenzlauer Baudenkmalpflege mauert Teile der Freitreppe des Kettenhauses.
Monika Strehlow John Tancre von der Prenzlauer Baudenkmalpflege mauert Teile der Freitreppe des Kettenhauses.

Rund 100 Architekten, Denkmalschützer und Eigentümer von Fachwerkbauten aus Deutschland und Polen nahmen am Montag zwei besondere Denkmale der Uckermark unter die Lupe: das Prenzlauer Kettenhaus in der Neustadt 39 und den Turm der Kunower Dorfkiche. Beide Fachwerkbauten waren Ziel der Expedition der 16. Polnisch-deutschen Konferenz und Studienreise von ATIKON.

Die Konferenz ANTIKON fördert das Verständnis für die aus denkmalpflegerischer Sicht am besten geeigneten Maßnahmen zum Erhalt von Fachwerkbauten. Die Schirmherrschaft über das in Stettin angesiedelte Gremium tragen Minister aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie Polen gemeinsam. In diesem Jahr dreht sich das Hauptthema um Strategien zur Erhaltung von Fachwerk. Für das Prenzlauer Kettenhaus, das seit 1992 leer steht, gab es schon 1994 den ersten Abrissantrag. Bis sich schließlich die Landesregierung Brandenburg, die Stadt Prenzlau und der neue Eigentümer Thomas Müller zum Erhalt durchringen konnten, war es ein weiterer Weg. In zweieinhalb Jahren, so Müller vor den Gästen, soll die Sanierung und der Einbau von sechs Wohnungen abgeschlossen sein.

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