Als Interpol ausgegeben:

Falscher Polizist erschwindelt mehrere Tausend Euro

Sollten Sie einen Anruf von der internationalen Polizei erhalten – legen Sie auf! Eine Uckermärkerin tat das nicht und musste viel Lehrgeld an Trickbetrüger bezahlen.

Der Anrufer hatte der Frau so viel Angst eingejagt, dass sie die geforderte Summe überwies.
Der Anrufer hatte der Frau so viel Angst eingejagt, dass sie die geforderte Summe überwies.

Telefonbetrüger sind gewieft. Meist psychologisch geschult, gelingt es ihnen oft, Menschen zu verleiten. Auch in unserer Region. Die Tricks sind mannigfaltig. Der jetzt in Prenzlau zur Anzeige gebrachte aber scheint neu. Da war einer Frau durch eine männliche Stimme suggeriert worden, dass sie einen Mitarbeiter von Interpol am Telefon hat. Der Anrufer teilte ihr in akzentfreiem Deutsch mit, dass gegen sie ein Ermittlungsverfahren laufe und dass sie eine vierstellige Summe in die Türkei überweisen müsse. Dort laufe ein Strafverfahren gegen sie.

Letztlich schaffte es der Betrüger, dem Opfer solche Angst einzujagen, dass mehrmals Geldüberweisungen getätigt wurden. Der Schaden liegt im vierstelligen Bereich. Erst nach ihrem fatalen Fehler kam die Uckermärkerin zur Besinnung und schaltete die Polizei ein. Die Kripo ermittelt nun wegen Betruges und warnt: "Lassen Sie sich nie auf derartige Geschäfte ein", so Polizeisprecher Stefan Möhwald. Am besten sofort auflegen und dann unverzüglich Kontakt zur Polizei aufnehmen. Niemand sollte sich davor scheuen, so Möhwald: "Jede Dienststelle wird die Hinweise gern entgegennehmen." Telefon: 03984 350.