Kein Geld für Klinikbesuch:

Fünffache Mutter total verzweifelt

Nadine Neumann hat eine zehnjährige Tochter, die seit Wochen in einer Eberswalder Klinik liegt. Die Mama besucht ihr Kind, so oft sie kann. Doch nun geht ihr langsam das Geld für die Zugfahrten aus.

Nadine Neumann versucht alles, damit ihre Tochter nicht alleine im Krankenhaus den Geburtstag feiern muss.
Claudia Marsal Nadine Neumann versucht alles, damit ihre Tochter nicht alleine im Krankenhaus den Geburtstag feiern muss.

Das eigene Kind: krank, mutterseelenallein und weit weg in einer Klinik. Schon der Gedanke daran lässt Eltern erschaudern. Mütter und Väter setzen in dieser Lage vermutlich alle Hebel in Bewegung, um den Sprössling zu besuchen. Doch was, wenn diese Besuche am Geld zu scheitern drohen? Mit diesem Problem sieht sich derzeit Familie Neumann aus Prenzlau konfrontiert. Deren zehnjährige Tochter ist seit dem 30. März in der Eberswalder Kinder- und Jugendpsychiatrie untergebracht. Mutter Nadine Neumann fährt mehrmals die Woche zu ihr. Aber das gestaltet sich immer schwieriger. In dem Hartz IV-Haushalt fehlt das Geld an allen Ecken und Enden.

Anfangs war Nadine Neumann noch überzeugt, dass die Krankenkasse das Geld zurückerstatten wird. Aber das wurde abgelehnt. Auch bei allen anderen Adressen hieß es: Nein. Mit dramatischen Folgen, denn der Geburtstag der kleinen Patientin rückt näher. „Eigentlich wollten wir als Familie am nächsten Donnerstag zu ihr fahren. Aber so, wie es jetzt aussieht, kann ich froh sein, wenn ich für mich allein eine Fahrkarte zusammen spare.“

Ein Happy End ist noch möglich

Dieser Satz ging Andreas Gericke, Sprecher der Gesellschaft für Leben und Gesundheit, zu der das Krankenhaus gehört, nahe. Er versicherte, dass das Haus diese Fahrten ermöglichen werde, so bis dahin keine endgültige, verbindliche Dauerlösung gefunden worden sei. Das Kind werde auf keinen Fall ohne Eltern und Geschwister bleiben müssen. Am Nachmittag dann die gute Nachricht aus der Kreisverwaltung. Das Jobcenter wird die Fahrtkosten als sogenannten unabweisbaren Mehrbedarf übernehmen. Ende gut, alles gut? Bleibt abzuwarten, ob das Geld rechtzeitig im Portemonnaie der Mutter ist.

 

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