Straßenbau auf Schmalkost :

Für Landesstraßen das Notdürftigste geplant

Straßenbau ist teuer. Da sind auf fünf Jahre die 100 Millionen Euro für Ortsdurchfahrten im sogenannten P-100-Programm der brandenburgischen Landesregierung wie ein Tropfen auf den heißen Stein.

Die desolate Kopfsteinpflasterstraße in Klaushagen bei Boitzenburg wartet seit Jahrzehnten auf Abhilfe.
Ines Markgraf Die desolate Kopfsteinpflasterstraße in Klaushagen bei Boitzenburg wartet seit Jahrzehnten auf Abhilfe.

100 Millionen Euro stellt die Landesregierung in dieser Legislatur für Ortsdurchfahrten bereit. Neben einigen wenigen Großvorhaben auf Bundesstraßen sollen vor allem kleinteilige Maßnahmen die schlimmsten Schäden an Landesstraßen beseitigen helfen. So wird beispielsweise die B 96 in der Ortsdurchfahrt Fürstenberg (Oberhavel) für rund eine Million Euro saniert und mit lärmminderndem Belag ausgestattet. Kraftfahrer müssen sich ab Mitte Mai an diesem Nadelöhr auf eine Vollsperrung einstellen. Von August bis Oktober soll die B 96 auch vom Dreieck Oranienburg bis Nassenheide  saniert werden

Von den 24 in diesem Jahr vorgesehen Bauvorhaben an Landesstraßen finden sieben in der Uckermark statt. Aufgrund der meist nur sechs Meter breiten Landstraßen werden sie während des Baus aus Sicherheitsgründen voll gesperrt, heißt es im Landesamt für Straßenwesen. Derzeit läuft für die Ortsdurchfahrt Klaushagen die Ausschreibung zur Grundsanierung. Mit dem Baubeginn im Mai wird ein jahrzehntelanges Tauziehen um die 1,3 Kilometer lange Straße beendet, die aus einem Gemenge von Kopfsteinpflaster, Betonplatten, Schlaglöchern und Bodenwellen besteht.

Für die ebenso desolate L 217 nach Boitzenburg gibt es noch keinen Plan. Auch die Ortsdurchfahrten Milmersdorf und Hammelspring stehen in diesem Jahr auf dem Plan.

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