Nach 24 Jahren:

Gastronomie-Powerfrau denkt ans Aufhören

Roselies Scheffel hat mit ihrer Familie ein kleines Gastronomie-Imperium in Prenzlau aufgebaut. Mit 70 Jahren mischt sie immer noch fleißig mit.

Roselies Scheffel legt bei ihrem 70. Geburtstag noch selbst Hand an.
Benjamin Vorhölter Roselies Scheffel legt bei ihrem 70. Geburtstag noch selbst Hand an.

Roselies Scheffel ist eine feste Größe in der Prenzlauer Gastronomie-Welt. Sie ist die starke Frau in dem Familienunternehmen, das drei Gaststätten in der Kreisstadt führt. An ihrem 70. Geburtstag, gefeiert am 8. Januar, denkt sie schon mal übers Aufhören nach.

Roselies Scheffel erblickte am 8. Januar 1944 in Reichstadt im Sudetenland das Licht der Welt. Den Ehrgeiz ein Gastronomie-Unternehmen zu gründen hat sie von ihrem Großvater Joseph Ramisch geerbt. Ramisch betrieb eine Tischlerei, eine Gaststätte und eine Leichenbestattung. „Er war sehr umgänglich und fleißig, hat aus jeder Situation etwas gemacht“, erinnert sich Scheffel. Sie hat den Ehrgeiz und Mut ihres Großvaters geerbt. 

Nach der Wende ging für die studierte Grundschullehrerin der Traum von der Selbstständigkeit in Erfüllung. Mit ihrem Mann betrieb Roselies Scheffel fünf Imbisswagen. Sie übernahm 1993 ein Café in der Friedrichstraße und baute es zum Steakhaus Café Dom um. 1996 kam das Bistro am Marktkauf und 1997 die Gaststätte Sombrero hinzu. Nach 24 Jahren im Gaststätten-Geschäft leitet Roselies Scheffel immer noch das Bistro am Marktkauf. „Ich arbeite daran, es an meinen Sohn Ralf zu übergeben“, sagt sie. Ralf Scheffel betreibt bereits das Steakhaus und die Gaststätte Sombrero. Ganz untätig bleibt Roselies Scheffel nicht. Sie will im Ruhestand ihrem Mann beim Schreiben der Familienchronik helfen. 

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