Blick hinter die Kulissen:

Geheimnissen des Theaters auf der Spur

Auf der Bühne ist die Illusion perfekt. Doch bis die Zuschauer die fantastische Welt des Schauspiels erleben können, sind viele helfende Hände nötig.

Fantasiefigueren aus der Elfenwald-Inszenierung mischten sich unter das Publikum.
Matthias Bruck Fantasiefigueren aus der Elfenwald-Inszenierung mischten sich unter das Publikum.

Requisite, Maske und Fundus – das sind die heiligen Bereiche der Uckermärkischen Bühnen Schwedt (ubs). Doch beim Tag der offenen Tür am Sonnabend durften neugierige Theaterliebhaber sie betreten. Chef-Requisiteur Wolfgang Bandelmann nahm sie mit in eine Vorstellung, wie sie sie noch nicht erlebt haben. Die Besucher konnten lernen, dass es bei den Maskenbildnern eine große Luftabsauganlage gibt, weil hier besonders bei der Herstellung von Glatzen reichlich Chemie zum Einsatz kommt. Sie entdeckten eine Vielzahl von Kostümen im ubs-Fundus und sie konnten einen Blick in die Spiegel werfen, vor dem ansonsten nur die Schauspieler sitzen, wenn Schminke, Maske und Kostüm sie in eine andere Identität stecken. „Der Ansturm war groß, das Interesse riesig. Die Führungen waren unheimlich schnell voll besetzt, viele Interessenten, die zu spät kamen, konnten nicht mehr in die Gruppen aufgenommen werden“, berichtet Gudrun Funk, Chefin Öffentlichkeitsarbeit der ubs.

Doch es gab auch andere Attraktionen: Öffentliche Proben der anstehenden Inszenierungen „Ziemlich beste Freunde“ und „Frau Müller muss weg“ fanden vor voll besetzten Sälen statt. Auf der Bühne im Hauptfoyer focht die Schwertgruppe der ubs in den Kostümen der Untoten aus der zurückliegenden Sommer-Inszenierung „Der Fluch der Wikinger“. Schauspieler Daniel Heinz rezitierte aus der monologischen Inszenierung „Helden wie wir“, die demnächst in der „Darstellbar“ Premiere feiern wird. Er erzählte dem Publikum, wie es wirklich zum Mauerfall kam.