Augenzeuge meldet sich:

Geisterfahrer wohl doch kein Phantom

Keine Ente, sondern bitterernste Wahrheit: Jetzt spricht ein Augenzeuge, der zu Wochenbeginn den Falschfahrer auf der A 20 ebenfalls gesehen hat. Lothar Bendix aus Falkenwalde sitzt der Schreck noch in den Knochen.

So einen Anblick vergisst man vermutlich nicht. Lothar Bendix war mit seiner Familie auf der Strecke nach Stettin unterwegs, als er im Kreuz Uckermark auf der Autobahn einen Pkw entgegen der Fahrtrichtung rollen sah. Dabei handelte es sich vermutlich um den Falschfahrer, über den der Uckermark Kurier in der Ausgabe vom Dienstag berichtet hatte. Die Recherchen bei der Autobahnpolizei hatten zunächst ergeben, dass außer dem Anrufer, der gewarnt hatte, niemand anderes den Geisterfahrer gesehen hatte. Nicht einmal die Polizeibeamten, die zufällig vor Ort waren. Nun ergibt sich aber ein anderes Bild. Denn Lothar Bendix ist sich sicher: "Der Fahrer fuhr auf der nach Berlin führenden Fahrbahn auf dem Standstreifen". Der Augenzeuge weiß genau, dass es sich um ein blaues Fahrzeug gehandelt hat. "Ich glaube, es war ein nicht  sehr großer Viertürer." Besagter Fahrer habe dann aber schnell die Ausfahrt in Richtung Lübeck genommen. "Für uns sah es so aus, als ob er auf der A20 unterwegs war und möglichst ohne Zeitverlust zurück in Richtung Lübeck wollte", beschreibt unser Leser das Gesehene. "Was wir aber auch sahen, war, dass circa 300 Meter weiter  ein Polizeifahrzeug stand - in der Mitte zwischen den Fahrbahnen. Die Insassen haben aber wohl in die falsche Richtung geschaut", denn sie reagierten offenbar nicht. Die Autobahn in die falsche Richtung zu befahren, das kann böse enden. Nicht nur für den Geisterfahrer, oftmals sind auch Unbeteiligte in die folgenschweren Crashs verwickelt. Pro Jahr registriert der ADAC 2000 Geisterfahrermeldungen bundesweit. Durchschnittlich 20 Tote gehen pro Jahr auf deren Konto. Falschfahrer werden übrigens hart bestraft. Kann ihnen die Geisterfahrt nachgewiesen werden, dann gibt es vier Punkte, 200 Euro Strafe und einen Monat Fahrverbot. Das Ganze erhöht sich, wenn es eine konkrete Gefährung gab beziehungsweise sich in Folge dessen ein Unfall ereignete.

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