Teure Autos gestohlen:

Geknacktes Zündschloss überführt Diebe

Gleich drei gestohlene Fahrzeuge konnte eine Spezialeinheit bei einer nächtlichen Kontrolle kurz vor der polnischen Grenze stoppen. Die Ganoven waren keine Unbekannten.

Polizisten aus allen Bundesländern, auch aus Brandenburg, kontrollieren verstärkt Auto-Typen, die bei Dieben beliebt sind. 
Benjamin Nolte Polizisten aus allen Bundesländern, auch aus Brandenburg, kontrollieren verstärkt Auto-Typen, die bei Dieben beliebt sind. 

Tatort: die Landesstraße 284 zwischen Felchow und Flemsdorf. Keine 15 Kilometer sind es bis zur Grenze. In der Nacht zum Donnerstag fiel der Sonderkommission Grenze der Brandenburger Polizei ein VW-Transporter mit Berliner Kennzeichen auf. Der VW-Transporter steht laut Statistik ganz oben auf der Diebstahlliste, so Polizeisprecherin Bärbel Cotte-Weiß.

Als die Beamten den Wagen stoppen wollten, gab der Fahrer Gas. Plötzlich bremste das Auto ab, der polnische Fahrer sprang heraus, versuchte zu flüchten. Die Beamten konnten ihn schnappen. Im Zündschloss des Transporters steckte ein sogenannter Polenschlüssel. „Das ist ein Sechskantschlüssel, der besonders bearbeitet ist, um Zündschlösser zu knacken. Ein typisches Utensil von Autodieben“, erklärte ein Fahnder.

Diebe waren der Polizei bekannt

Eine Streife stellte kurz danach auf der gleichen Straße einen Nissan. Der hatte ein englisches Kennzeichen. Bei dem 29-jährigen deutschen Fahrer und seinem 38-jährigen polnischen Beifahrer klickten die Handschellen. Beide waren wegen Diebstählen bekannt. Und beide kannten den Fahrer des Transporters.

Noch während die Beamten den Nissan  durchsuchten, hielt plötzlich ein Audi A3 vor den Beamten. Mit erhobenen Händen ging der Fahrer auf die Polizisten zu. Der 24-jährige Pole war noch nicht polizeibekannt, kannte aber die anderen Täter. Die Autos wurden allesamt sichergestellt.