Grausames Schicksal:

Geld für die Beerdigung der Tochter geraubt

Am helllichten Tag bedrängte ein Dieb einen alten Mann in Prenzlau und verschwand. Wenig später stellt der über 80-Jährige fest, dass der Umschlag mit 3500 Euro verschwunden ist. Damit wollte der Witwer sein geliebtes Kind unter die Erde bringen.

Taschendiebe sind fix und stehlen meist unbemerkt.
Frank Mächler Taschendiebe sind fix und stehlen meist unbemerkt.

In Prenzlau ist am Freitag ein Mann beraubt worden. Der Senior, Mitte 80, hatte in Begleitung seiner Pflegerin am Vormittag 3500 Euro Bargeld am Schalter seiner Bank abgehoben. Als er – gestützt auf die Krankenschwester – die Filiale verlassen wollte, bedrängte ihn nach Aussagen der Begleiterin ein junger Mann. Dieser hatte, so die Schilderung, die Schirmmütze tief ins Gesicht gezogen und drückte dem alten Herrn einen großen Zettel an die Brust. Es bedurfte einiger Mühen, sich aus der Umklammerung des Unbekannten zu befreien.

Nach dem Verlassen der Bank musste der alte Mann feststellen, dass ihm bei der Schubserei der Umschlag mit dem Geld entwendet worden war. Das Raubopfer wollte damit seine, dieser Tage plötzlich verstorbene Tochter beerdigen lassen. Drei Monate, nachdem er am Grab seiner Ehefrau gestanden hatte, hatte ihn nun ein zweiter Todesfall in der Familie ereilt – und eine finanzielle Katastrophe. Denn die 3500 Euro sind für den alten Mann viel Geld. Die Altenpflegerin, die den Täter als mittelgroß, dunkelhaarig und geschätzt 30-jährig beschreibt, hatte noch versucht, den Dieb zu verfolgen, aber er war zu schnell aus der Bank in Richtung Innenstadt verschwunden.

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