Jäger im Visier:

Hochsitz in die Luft gejagt

Bei Blankenburg haben bisher unbekannte Täter den Hochstand eines Jägers zerstört. Die Polizei von geht von einer großen Menge Sprengstoff aus. War es die Tat von militanten Tierschützern?

Dietmar Grapentin ist stinksauer. Von seinem Hochsitz sind nur noch Trümmer übrig.
Thomas Walther Dietmar Grapentin ist stinksauer. Von seinem Hochsitz sind nur noch Trümmer übrig.

Mit einem lautem Knall flog in der Nacht der Hochsitz eines Jägers nahe Blankenburg in die Luft. Die Sprengung war so heftig, das es den Hochsitz nicht nur in Einzelteile zerlegt hatte, die auf der Straße und den umliegenden Feldern lagen. Die Trümmer, so hieß es am Dienstag von der Polizei, flogen gut 30 Meter weit durch die Luft. Anwohner im zwei Kilometer entfernten Heidehof hatten die Detonation am Wochenende deutlich gehört.

Ist jetzt die Uckermark das Ziel gefährlicher Aktionen von militanten Tierschützern? 2014 hatte die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern mehrere Anschläge auf Hochsitze registriert. Dort hatte eine Gruppe „Animal Liberation Front“ (Tierbefreiungs-Front) mehrmals zugeschlagen. Per anonymen Schreiben hatten sich die Täter damals dazu bekannt. Inzwischen ermittelt die Kriminalpolizei. Denn die Beamten gehen derzeit von einem Sprengstoffanschlag aus, erzählt der Besitzer des Hochstandes, Jäger Dietmar Grapentin aus Blankenburg.

Große Menge Sprengstoff verwendet

Die Polizei fand in den Trümmern Hinweise auf zwei Sprengkörper. „Derzeit gehen wir von pyrotechnischen Erzeugnissen aus. Allerdings muss das eine große Menge gewesen sein“, so Pressesprecher Gerald Pillkuhn.  Daher wurde ein Sprengstoffexperte für die Ermittlungen eingesetzt. Am Tatort wurden die Böden zweier Sprengkörper gefunden. Dietmar Grapentin ist stinksauer und hat 150  Euro Belohnung ausgesetzt. Die soll derjenige bekommen, der Hinweise zu den Tätern geben kann.

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