Keine Spur nach Einbruch:

Gestohlene Siegel entwertet

Zwei Stempel der Ausländerbehörde verschwanden aus der Kreisverwaltung in Prenzlau. Kann damit Missbrauch betrieben werden?

Dem Landkreis Uckermark wurden zwei Siegel gestohlen. Mittlerweile wurden sie entwertet.
Thomas Walther Dem Landkreis Uckermark wurden zwei Siegel gestohlen. Mittlerweile wurden sie entwertet.

Zwei amtliche Siegel, die vor einer Woche in der Kreisverwaltung Uckermark gestohlen worden waren, sind nach Angaben der Polizei noch nicht wieder aufgetaucht. Unbekannte Täter waren dort in Räume der Ausländerbehörde eingebrochen und hatten zwei Stahlkassetten mitgenommen. In einer wurden zwei amtliche Siegel aufbewahrt. Eines der Siegel ist 35 Millimeter, das andere 20 Millimeter groß. Die Umschrift darauf lautet „LANDKREIS UCKERMARK; DER LANDRAT“. Außerdem enthalten sie das Kreiswappen und eine Registriernummer.

Beide Siegel wurden sofort von der Kreisverwaltung für ungültig erklärt. „Eine Mitteilung mit Beschreibung der Siegel erfolgt im Amtsblatt des Landkreises und im Amtsblatt für Brandenburg“, bestätigt Jörg Brämer, Büroleiter des Landrates. Zusätzlich hat die Polizei die Siegel in Fahndung gesetzt.

Nach Auskunft des Potsdamer Innenministerium gibt es keine Vorschrift, wie gestohlene Siegel zu entwerten sind. „Das bleibt in der Verantwortung der Kommunen“, so die stellvertretende Pressesprecherin Susann Fischer. Dass mit den Siegeln jemand Missbrauch betreiben könnte, wollte sie allerdings nicht ausschließen. „Eine Grauzone bleibt.“ Allerdings seien die Möglichkeiten eher gering.

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