Immer wieder Diebstähle :

Grabungsstätte wird zum Selbstbedienungsladen

Seit die Archäologen an der A11 bei Schmölln ihre Arbeit aufgenommen haben, bekommen sie regelmäßig Besuch von Dieben. Dabei legen die Unbekannten schon mal die Technik lahm.

Die großen gelben Schilder scheinen Einladung pur zu sein für Diebe.
Claudia Marsal Die großen gelben Schilder scheinen Einladung pur zu sein für Diebe.

Die Stimmung auf der Baustelle ist gedrückt: Schon wieder ließen Räuber etwas mitgehen. Diesmal haben sie nicht auf dem Hauptfeld hinter der Autobahnzufahrt Schmölln zugeschlagen sondern ein paar hundert Meter weiter. Insgesamt mussten die Kollegen vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege 120 Liter Diesel und mehrere Batterien als "Schwund" verbuchen.

Doch wer könnten die Langfinger sein? An eine ausländische Diebesbande will Grabungsleiter Rainer Bartels nicht so recht glauben. „Dafür scheinen die Täter meines Erachtens zu viel Insiderwissen zu haben“, sagt er. Denn woher hätten sie sonst wissen sollen, dass es seit kurzem ein zweites Grabungsfeld gibt. „Dieses war von der Autobahn nicht so gut einsehbar wie unseres“.

Die Polizei hat wichtige Hinweise

Auch beim letzten Einbruch auf dem benachbarten Gut Schmölln hatte der geschädigte Besitzer vermutet, dass Einheimische den Tätern Tipps geben. In seinem Fall waren die Räuber in der Nacht durch einen rückwärtigen Zaun gestiegen und hatten GPS-Technik im Wert von mehreren zehntausend Euro gestohlen. Laut Polizei konnten jedoch brauchbare Spuren gesichert und Zeugen befragt werden.

 

 

 

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