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Grundstückseigentümer müssen zahlen

Lange hatte der Abwasserverband die Kosten für die Abwasserabfuhr bei Gruben unter sechs Kubikmetern getragen. Doch das ist endgültig vorbei.

Wolfgang Jantke ärgert sich über die neuen Gebühren für seine alte Abwassergrube.
Kai Horstmann Wolfgang Jantke ärgert sich über die neuen Gebühren für seine alte Abwassergrube.

Für Abwassergruben unter sechs Kubikmetern fällt seit diesem Jahr wegen den erhöhten Anfahrten eine Abholgebühr an. Das wiederum führt zu erhöhten Beschwerden von Eigentümern, die bislang von solchen Zahlungen verschont geblieben sind. So zahlen Besitzer solcher Gruben neben der jährlichen Grundgebühr von rund 78 Euro bei einer Entleerung 34,16 Euro und die Abholgebühr in Höhe von 10,18 Euro.

Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos), gleichzeitig Verbandsvorsitzender des NAWU (Nord-Uckermärker Wasser- und Abwasserverband), verteidigte jetzt die erhöhten Kosten. Die privaten Entsorgungsunternehmen hatten bislang diese Zusatzkosten der NAWU in Rechnung gestellt. Laut einem Verbandsbeschluss von November 2016 soll diese Abholgebühr jetzt vom Grundstückseigentümer getragen werden. Der Beschluss kam deshalb zustande, weil sich die Abholungen von Abwasser aufgrund stärkerer Kontrollen erhöhten. Verboten ist das Abpumpen von Abwasser durch Privatleute, um Kosten zu sparen. Das ist laut Sommer eine Straftat und wird zur Anzeige gebracht.