Geflügelpest:

Halter reagieren sehr verunsichert auf Einstallpflicht

Die Geflügelpest hat die Uckermark fest im Griff – zumindest was die öffentliche Wahrnehmung anbelangt.

Nun aber ab in den Stall und Tür zu!
Claudia Marsal Nun aber ab in den Stall und Tür zu!

H5N8 – diese Buchstaben-Zahlen-Kombination beherrscht seit Tagen die öffentliche Diskussion, obwohl der damit bezeichnete, aktuelle Geflügelpest-Virus in der Uckermark noch gar keine Opfer gefordert hat. Damit das auch so bleibt, hat der Landkreis allerdings harsche Ausgangssperren für Hühner, Enten, Gänse & Co. verhängt. Eine Maßnahme, die sich in der Bevölkerung zunächst nur zäh durchsetzte, jetzt aber heftige Reaktionen befördert.

Selbst bei der Polizeiwache Prenzlau gehen täglich Anfragen von Bürgern ein, die unsicher sind, was das Aufstallungsgebot anbelangt. Die Leute bewegt auch die Frage, ob sie verpflichtet sind, die Kontrolleure des Veterinäramtes auf den Hof zu lassen und eventuell verhängte Strafen zu bezahlen. Beides ist mit Ja zu beantworten. Es mehrt sich auch die Zahl der aufmerksamen Nachbarn, die Geflügelhalter melden wollen, die es mit dem Einsperren des Viehzeugs nicht so ernst nehmen. 

Informationspolitik steht in Kritik

Die Meinungen zu dem Ganzen gehen weit auseinander. Viele Leute bemängeln zudem die Informationspolitik im Landkreis. Eine Leserin monierte beispielsweise, dass man sie bei einer Anfrage im Landkreis auf die Internetseite verwiesen habe. „Ganz toll für ältere Leute, die nicht wissen, wie sie mit dem Internet umgehen sollen.“

Fakt ist, dass das Geflügel in den nächsten drei Wochen noch nicht aus dem Stall darf. Wer es rauslässt, riskiert empfindliche Geldstrafen.