Überschwemmung durch Klopapier:

Handwerker: Das ist eine Riesensauerei

Mutwillig verstopfte Schul-WCs haben in Prenzlau ein Papierverbot nach sich gezogen. „Gut“, sagen viele Eltern und Großeltern.

Der Umgang mit Klo-Papier an uckermärkischen Schulen bleibt ein Streitthema.
dpa Der Umgang mit Klo-Papier an uckermärkischen Schulen bleibt ein Streitthema.

Darf man in Schulen das Toilettenpapier rationieren? Darüber tobt in Prenzlau seit Tagen ein erbitterter Streit. Auslöser war ein Bericht des Uckermark Kurier über den Alltag an einer Prenzlauer Grundschule, wo Schüler wiederholt ganze Rollen in die WC stopften und dadurch große Schäden anrichteten.

Dort gibt es seitdem das Papier nur noch auf Zuteilung oder es muss von zu Hause mitgebracht werden. „Richtig“, sagt unser Leser Eberhard Schuldt aus Prenzlau. Er hat als Handwerker oft solche Toilettenüberschwemmungen beheben müssen und weiß daher, „was das für eine Riesensauerei ist.“ Er bedauere ehrlichen Herzens die Reinigungskräfte, die damit tagtäglich zu tun hätten. „Es ist richtig, dass hier endlich mal hart durchgegriffen wird.“ Ähnlich argumentiert Sieglinde Nitke aus Boitzenburg. „Alle, die sich jetzt über die couragierte Schulleiterin aufregen, sollten mal einen Monat lang Hausmeister an so einer Schule sein.“

Familie Becker aus Hindenburg schreibt: „Bevor sich Eltern über die Haltung der Schulleiterin empören, sollten sie zunächst einmal bei ihren eigenen Kindern nachfragen, ob die vielleicht zum Kreis der Toilettenvandalen gehören. Ich würde da nicht vorschnell die Hand ins Feuer legen. Die Haltung vieler Kinder zur Schule wird aber zumeist von den Gesprächen am heimischen Küchentisch geprägt. Das heißt, dass eine negative Position der Eltern zum Schulbetrieb die Quelle des Verhaltens ihrer Kinder sein könnte. Aber vielleicht finden sich ja Mütter oder Väter, die einmal in der Schule die Kloaufsicht übernehmen und vor den Türen das Papier zuteilen, bzw. den Hausmeister bei der Toilettenreparatur unterstützen.“ 

Susanne und Walter Ludwig sagen: „ Frau Quad. Die Direktorin haben wir schon persönlich beglückwünscht zu ihrem entschlossenen Handeln.Wir sind Eltern und Großeltern und lieben unsere Kinder. Dennoch ist es wichtig zu zeigen, dass nicht alles, was so zum Spaß veranstaltet wird, von uns auch toleriert werden muss. Einmal ist eben Schluss. Wie gut, dass es auch Positivmeinungen gibt! Lehrer sind heute keine Respektspersonen mehr, obwohl sie es verdient hätten! Ja, wenn man Toilettenpapier ständig von zu Hause mitbringen müsste, wüsste man, dass es Geld kostet.“

Und was meinen Sie, liebe Leser? Wir sind weiterhin an Argumentationen interessiert.

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